Da staunte ein OT-Leser nicht schlecht, als er am Samstagnachmittag zwei Jugendliche auf der ERO-Brücke in Olten erblickte. «Ist das noch Mut oder schon lebensgefährlicher Leichtsinn?», fragt er. Ob die Beiden wirklich abgesprungen sind oder lediglich die schöne Aussicht genossen, ist nicht bekannt. In jedem Fall stellt sich die Frage, ob das überhaupt legal ist? Laut der Kapo Solothurn ist in Olten das Schwimmen und das Springen in der Aare grundsätzlich erlaubt.

Jedoch ist das Betreten der ERO-Brücke für Fussgänger verboten. Dafür können Fussgänger also eine Busse kassieren, falls sie von der Polizei erwischt werden. Waghalsige von ihrem Spring-Vorhaben abzubringen hat bei der Kapo aber offenbar nicht die oberste Priorität. «Wir machen keine Jagd auf Brückenspringer», sagt Sprecher Andreas Mock. «Grundsätzlich trägt jede Person die Verantwortung für sich selbst.»

Trotzdem weist die Kapo Solothurn in der aktuellen Monatskampagne auf Gefahren im und um Gewässer hin. Von Brückensprüngen rät sie stark ab. «Viele Faktoren machen das Springen von Brücken grundsätzlich gefährlich.» Die Wassertiefe sei zum Beispiel oft nicht ausreichend und versunkenes Schwemmholz berge eine zusätzliche Gefahr, genauso wie Gegenstände, die manchmal an der Oberfläche nicht sichtbar sind.

Zudem könnten Boote unten durch fahren. Mit der Geschwindigkeit von zirka 35 km/h, die man beim Sprung aus fünf Meter Höhe beziehungsweise 50 km/h aus zehn Meter Höhe erreicht, ist der Aufprall generell nicht zu unterschätzen. (DO)