Olten
Zur Klimaverbesserung – Bäume in den Privatgärten einpflanzen

Mit dem Projekt «Bäume in den Privatgärten» hat sich die Olten beim Pilotprogramm «Anpassung an den Klimawandel» des Bundesamts für Umwelt (BAFU) beworben.

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Auch Private können mit Bäumen an der Klimaverbesserung arbeiten.

Auch Private können mit Bäumen an der Klimaverbesserung arbeiten.

Bruno Kissling

Mit 19 zu 19 Stimmen mit Stichentscheid des Präsidenten hatte das Oltner Gemeindeparlament im März eine dringlich eingereichte Motion der Fraktion SP/Junge SP betreffend «Interessenbekundung zur Anpassung an den Klimawandel» erheblich erklärt. Der Stadtrat wurde beauftragt, ein Projekt auszuarbeiten oder ein bereits bestehendes zu verwenden, welches als Interessensbekundung beim Pilotprogramm «Anpassung an den Klimawandel» des BAFU eingereicht werden könne.

Fristgerecht ist der Stadtrat diesem Auftrag nachgekommen und hat sich mit einem Projekt unter dem Titel «Bäume in den Privatgärten der Stadt Olten – Massnahmen zur Anpassung des Siedlungsraumes an den Klimawandel» beworben. Das Siedlungsgebiet der Stadt Olten weise eine schwindende Anzahl Stadtbäume – vor allem grosser und klimaschutzwirksamer – auf und das Bewusstsein und die Kenntnisse der Bevölkerung und der Grundeigentümer zum Thema Baum und Klima seien noch wenig entwickelt, wird in der Projekteingabe ausgeführt.

Ziel sei daher die Erhöhung des Beitrags von Bäumen in Privatgärten an die Milderung der Hitzebelastung im Siedlungsraum Olten – einerseits durch die Sensibilisierung von Bevölkerung, Verwaltung und Politik für die Bedeutung von Grünräumen, insbesondere von Bäumen; anderseits durch die nachhaltige Sicherung eines hohen und vitalen Baumbestandes.

Das auf drei Jahre ausgelegte Projekt beinhaltet denn auch neben der Bereitstellung der erforderlichen Grundlagen, basierend auf dem bestehenden Naturinventar und dem Naturkonzept, eine Sensibilisierungskampagne unter Einbezug lokaler Projektpartner, eine beratende praktische Unterstützung bei der Planung von Massnahmen zur Erhaltung und Neuschaffung von geeigneten Baumbeständen sowie eine erste Realisierungsetappe. Dazu gehören etwa ein Flyer, der an alle Privathaushalte und Institutionen gehen soll sowie ein Gesamtkonzept Stadtbäume. Die Gesamtkosten werden auf rund 90'000 Franken geschätzt, von denen der Bund – sofern er das Vorhaben unterstützt – gemäss Pilotprogramm die Hälfte übernehmen würde. (sko)