Körperverletzung in Olten

Zugpassagier setzte sich auf gebrauchte Kokainspritze

Die Spritze lag am frühen Morgen noch auf einem Sitz im Zug. (Themenbild)

Die Spritze lag am frühen Morgen noch auf einem Sitz im Zug. (Themenbild)

Als ein Mann im Sommer 2019 in Olten in den Regionalzug einstieg, setzte er sich auf eine gebrauchte Spritze, die liegengelassen wurde. Der Verursacher wurde in Zug ausfindig gemacht.

Von Olten nach Baar sollte ihn die Reise an jenem Morgen im Juli 2019 führen. Doch statt einer angenehmen Fahrt um 5 Uhr morgens in der 1.Klasse verspürte der Passagier beim Absitzen erst einmal einen plötzlichen Stich im linken Oberschenkel. Er hatte sich in eine gebrauchte Spritze gesetzt. 

Ermittlungen der Staatsanwaltschaft zeigten: Es war ein 35-jähriger Mann aus Zug, der den Gegenstand im Waggon liegen liess. Der Mann war am Tag zuvor von Baar in Richtung Sursee gefahren und hatte sich während der Fahrt eine Spritze mit Kokain gesetzt. Die Drogenutensilien nahm er nicht mit sich, als er in Gislikon-Root den Zug verliess. 

Nun wurde er per rechtskräftigen Strafbefehl verurteilt, wie «zentralplus» berichtet. Die Staatsanwaltschaft kam zum Schluss, dass der 35-Jährige die Spritze unbedacht zurückgelassen und damit eine Gefahrenquelle geschaffen habe. Dass der Mann – ein «notorischer Drogenkonsument» mit mehreren Vorstrafen – unter Drogeneinfluss stand, zählte für die Staatsanwaltschaft nicht als Entschuldigung.

Das Urteil: Wegen fahrlässiger Körperverletzung, Diebstahls, Hausfriedensbruchs und mehrfacher Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetzes muss der Mann eine Geldstrafe von 40 Tagessätzen zu je 30 Franken, also 1200 Franken, sowie eine Busse von 500 Franken bezahlen. Die Busse soll ihn von weiteren Delikten abhalten. (ldu)

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