Olten

Zu wenig Platz für Heilpädagogisches Schulzentrum: Zusätzlicher Standort verschafft Luft

Der bisherige Standort an der Aarauerstrasse 20 ist zu klein (links). Neu sollen ab Sommer zwei Stockwerke des alten Bürogebäudes der Zementfabrik in Olten SüdWest dazugemietet werden.

Der bisherige Standort an der Aarauerstrasse 20 ist zu klein (links). Neu sollen ab Sommer zwei Stockwerke des alten Bürogebäudes der Zementfabrik in Olten SüdWest dazugemietet werden.

Das Heilpädagogische Schulzentrum hat in Olten zu wenig Platz; daher wird ein Teil der Kinder und Jugendlichen nach Olten Südwest zügeln.

Der Kanton Solothurn betreibt fünf Heilpädagogische Schulzentren. Die Liegenschaft in Olten an der Aarauerstrasse ist seit Jahren zu klein. Die Räumlichkeiten reichen für die derzeit 130 Kinder und Jugendlichen mit einer Behinderung, die ausserhalb der normalen Volksschule unterrichtet werden müssen, nicht aus. Ursprünglich war das Gebäude für eine Kapazität von 75 Schülerinnen und Schülern vorgesehen.

«Wir platzen seit Jahren aus allen Nähten», sagt Pascal Estermann, Abteilungsleiter des Heilpädagogischen Schulzen­trums, auf Anfrage. Wegen des Bevölkerungswachstums seien immer mehr Kinder und Jugendliche dazugekommen. Zudem gäbe es im Raum Olten fast keine privaten sonderpädagogischen Angebote, wie dies etwa im oberen Kantonsteil der Fall wäre, sagt Estermann. Schon heute werden daher im benachbarten Arkadis-Gebäude Räume dazugemietet. Trotz der engen Platzverhältnisse konnte gemäss Estermann die Qualität aufrechterhalten werden. «Wir mussten zum Teil einfach grössere Klassen führen.» Personell sei der Standort Olten aber gut dotiert. «Wir finden die Fachleute, die wir suchen.»

Nun hat der Kanton vorerst eine Lösung gefunden, um die Raumnot zu beheben: In Olten Südwest sollen zwei von vier Stockwerken des früheren Bürogebäudes der Zementfabrik gemietet werden. «Mit dem zusätzlichen Standort könnten wir uns vorübergehend etwas Luft verschaffen», sagt Estermann. Lange sei man auf der Suche nach einer passenden Liegenschaft gewesen, zudem hätte man auch noch die neue Gesamtstrategie abwarten wollen. «Jetzt können wir aber nicht mehr länger zuwarten», sagt Estermann. Noch ist aber nichts in trockenen Tüchern. Der Kantonsrat muss dem Geschäft noch seine Zustimmung geben.

Untermietvertrag für sieben Jahre vorgesehen

Der Kanton würde Untermieter der Stadt Olten, welche die Liegenschaft am Cementweg 48 von der Eigentümerin Terrana AG Rüschlikon für zehn Jahre mieten will (siehe gestrige Ausgabe). Das im Raum stehende Untermietverhältnis sei auf die Dauer von sieben Jahren ausgelegt. Diese Zeit wolle man nutzen, um Überlegungen anzustellen, wie es nachher weitergehen soll, sagt Estermann.

Leiter Guido Keune vom kantonalen Hochbauamt betont ebenfalls, dass das «Untermietverhältnis mit der Stadt Olten noch nicht rechtskräftig ist» und lediglich «eine Absichtserklärung zwischen der Stadt Olten und dem Hochbauamt erarbeitet wurde». Der Kanton soll der Stadt Olten jährlich knapp 89000 Franken an Miete überweisen.

Segnet der Kantonsrat das angestrebte Untermietverhältnis ab, sollen ab diesem Sommer zwischen 25 bis 40 Kinder und Jugendliche an den zusätzlichen Standort in Olten Südwest zügeln. Welche Schülerinnen und Schüler es genau betrifft, ist aber noch nicht klar, heisst es beim Kanton auf Anfrage.

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