Die Co-Präsidenten Silvia Müller und Pius Heer begrüssten alle anwesenden Mitglieder und die zahlreich erschienenen Gemeindevertreter aus Wangen, Rickenbach und Hägendorf in der Mehrzweckhalle Rickenbach.

Dem Jahresbericht des Co-Präsidiums war zu entnehmen, dass die Spitex Untergäu nach wie vor, auch nach der Abspaltung der AG im letzten Jahr, auf Kurs ist, obwohl die Situation aus politischer Sicht nicht einfacher wird. Sparmassnahmen der Krankenkassen werden überall, auch bei der Spitex gespürt, haben sich aber bisher wenig auf die Zahlen niedergeschlagen. Dies zeigte sich in der Jahresrechnung, die mit einem kleinen Gewinn von  1260.30 Franken abgeschlossen werden konnte.

Die gesamten Aufwendungen beliefen sich im 2017 auf 11'908 Franken, wobei natürlich durch die Abspaltung der Spitex Untergäu AG, welche an der vergangenen Generalversammlung beschlossen wurde, die Vergleichbarkeit nicht sehr gross ist. Beliefen sich die Personalkosten im 2016 noch auf etwas über 700'000 Franken, waren es nun nur gerade noch 1'100 Franken.

Die Anwesenden zeigten sich erfreut darüber, dass die anfänglichen Bedenken, ob eine Spaltung keine negativen Folgen für die AG und den Verein haben könnte, sich nicht bewahrheitet haben.

Mit dem Gesuch auf Erteilung eines Vorstandskredites in der Höhe von 800'000 Franken war in diesem Jahr ein ungewöhnliches Traktandum aufgeführt. Aufgrund der Tatsache, dass die Spitexstation im Moment im «Pfefferlihaus» befristet eingemietet ist und ungewiss ist, ob sich der Mietvertrag noch verlängern lässt oder ob ein neuer Sitz gesucht werden muss, hat sich der Vorstand der Spitex Untergäu lange beraten, wie man weiter vorgehen und planen will.

Der Vorstand hat bei den umliegenden Spitex-Organisationen Vergleichszahlen eingeholt und dabei auch gleich nach den gemachten Erfahrungen mit Mietwohnungen oder Büroräumlichkeiten gefragt. Eine Mietwohnung als Option wäre nicht einfach, da die Kosten und die Belastung durch das Kommen und Gehen der Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen bei den Nachbarn eher hoch sind.Auch bei zentral gelegenen Büroräumlichkeiten wären die Kosten sehr hoch.

Daher haben die Vorstandsmitglieder den Kauf einer eigenen Liegenschaft durch den Verein und danach die Vermietung an die Spitex Untergäu AG immer mehr in Betracht gezogen. Mit den momentanen Konditionen für Hypotheken und der vergleichsweise grossen Auswahl an valablen Objekten auf dem Markt, hat sich der Vorstand schliesslich entschlossen, der Generalversammlung den Kauf eines Objektes zu beantragen.

Da aber noch kein konkretes Objekt vorgestellt werden kann, musste der eher ungewöhnliche Weg des bewilligten Vorstandskredites beschritten werden.

Die Mitglieder entschieden einstimmig zugunsten des Kredites und ebneten damit den Weg für den Kauf einer Liegenschaft durch den Verein der Spitex Untergäu. Der Vorstand wird nun nach einer geeigneten Lokalität für die Spitex Untergäu suchen.

Zum Schluss des offiziellen Teiles richtete der Gemeindepräsident der Einwohnergemeinde Rickenbach, Dieter Leu, das Wort an die Anwesenden und bedankte sich namens aller Vertragsgemeinden bei der Spitex für die wertvollen, geleisteten Dienste im vergangenen Jahr.

Auch er machte einen kurzen Exkurs auf die Pflegelandschaft der Schweiz und betonte, wie wichtig die Arbeit der Spitex ist und auch in Zukunft sein wird. Er blickt der Zukunft optimistisch entgegen und freut sich auch künftig auf eine gute Zusammenarbeit mit der Spitex Untergäu. (mgt)