Die Überschwemmungen, welche vorletztes Wochenende in der Region Zofingen passierten, könnte auch in Olten geschehen, ist sich SVP-Kantonsrat Rolf Sommer sicher. Vor allem um das Säliquartier macht sich der Anwohner Sorgen. «Das Säliquartier ist ein Kessel und bei ausserordentlichen Ereignissen wären vermutlich alle Fluchtmöglichkeiten durch Überschwemmungen, Sturmholz und Erdrutsche blockiert», schreibt er in einem Leserbrief. Die Sälistrasse und die Unterführungsstrasse wären nicht passierbar.

Schon beim Unwetter vor eineinhalb Wochen zeigte sich, dass die Unterführungsstrasse unter Wasser stand (siehe Foto). Den Blaulichtorganisationen wäre damit der Zugang versperrt, wie Sommer weiter festhält. Er könne als Vermessungsingenieur Pläne lesen und mache sich echt Sorgen um die Sicherheit des Säliquartiers. Sommer fordert von den Behörden einen Krisenplan fürs Säliquartier, der allen Haushalten zugestellt wird.

Regierung sieht keine Gefahr

Besonders in Range gebracht hat den Kantonsrat die Antwort der Solothurner Regierung auf seine Interpellation zur kantonalen Flucht- und Evakuationsplanung. Dort schreibt die Regierung in Bezug aufs Säliquartier, dass «abgesehen von der Gefährdung der Unterführungsstrasse durch Überschwemmungen, keine besonderen Naturgefahren ausgewiesen» sind.

Zwar könnten die Unterführungsstrasse bei Starkniederschlagsereignissen oder Hochwassersituationen eingestaut werden, die entsprechenden Verbindung seien damit «temporär nicht passierbar», könnten jedoch via Tannwaldstrasse und Sälistrasse umfahren werden. Sommer hält diese Antworten für «flüchtige Arbeit» und nicht zutreffend.

«Wie man zur Aussage kommt, dass die Unterführungsstrasse via Tannwaldstrasse oder Sälistrasse umfahren werden kann, ist mir ein Rätsel.» Zudem erinnert er an die lokalen Überschwemmungen durch den Mühletälibach im Jahr 1999. Zumindest in dieser Hinsicht soll laut der Oltner Baudirektion im nächsten Jahr etwas gehen: Der Hochwasserschutz Wilerfeld ist im provisorischen Budget 2018 berücksichtigt.