Wangen

Wieso droht «Zur Alten Post» die Betriebsschliessung?

Der Wirt Martin Müller (rechts) mit seiner Partnerin Sandra Frieden bei der Wiedereröffnung des Restaurants im Dezember 2014. Archiv

Der Wirt Martin Müller (rechts) mit seiner Partnerin Sandra Frieden bei der Wiedereröffnung des Restaurants im Dezember 2014. Archiv

Das Restaurant «Zur Alten Post» in Wangen soll laut einer Verfügung im kantonalen Amtsblatt seinen Betrieb schliessen müssen. Was steckt dahinter?

Der Wirt des Wangner Restaurants Zur Alten Post staunte nicht schlecht, als ihn seine Gäste darauf hinwiesen, wieso sein Name eigentlich im Amtsblatt stehe. «Davon weiss ich nichts», sagte Martin Müller seinen Gästen erstaunt. Ihm soll laut dem kantonalen Amtsblatt als «Friedrich Müller» die Betriebsschliessung drohen, wie es in der Verfügung des kantonalen Amts für Wirtschaft und Arbeit heisst.

Im Amtsblatt steht: «Die Betriebsbewilligung von Müller Friedrich zur Führung des Restaurant zur alten Post, Dorfstrasse 82, 4612 Wangen bei Olten, wird ab Rechtskraft der vorliegenden Verfügung entzogen.»

Die Verfügung fand den Weg ins Amtsblatt, weil anscheinend ein Brief den Weg zu seinem Briefkasten an seinem Wohnort in Wangen bei Olten nicht fand. Müller hat keine Ahnung, wieso. Sein Briefkasten sei mit dem Namen des Restaurants angeschrieben.

Zum Glück hätten ihn seine Gäste darauf aufmerksam gemacht, so Müller. Dass er im Amtsblatt als «Friedrich Müller» zitiert werde, rühre daher, dass sein voller Name «Friedrich Martin Müller» sei, er nenne sich aber nur «Martin Müller».

Sofort reichte der Österreicher Beschwerde beim kantonalen Amt für Wirtschaft und Arbeit ein. Würde die Verfügung rechtskräftig, müsste er sein Restaurant bis zu einer neuen Betriebsbewilligung wohl für ein paar Tage schliessen. Eine Horror-Vorstellung für einen Gastgeber wie ihn, für den die Gaststube das zweite Wohnzimmer der Stammgäste sein soll. Dies erklärte er bei der Übernahme des Gasthauses im Dezember 2014 gegenüber dieser Zeitung.

Das Damoklesschwert der Schliessung hängt noch immer über ihn, über die Beschwerde hat der Kanton noch nicht entschieden. Daniel Morel, Leiter Arbeitsbewilligung im Amt für Wirtschaft und Arbeit: «Je nachdem, wie die Beschwerde beurteilt wird, wird die Verfügung aufgehoben oder tritt in Rechtskraft.»

Doch es sieht gut aus: Der eigentliche Grund für die Verfügung soll in den nächsten Tagen beseitigt sein: «Die Lüftung oberhalb des Kochherds war defekt», sagt Müller. Diese werde nun aber so schnell als möglich geflickt.

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