Hägendorf
Wie sich der kleine Spielwarenladen «SpiilEgge» gegen die Konkurrenz behauptet

Dem Erfolg des «SpiilEgge» in Hägendorf kann auch die Coronakrise nichts anhabend. Der Trend in der Krise, regionaler einzukaufen, zeigte sich wohl auch im Spielwarenladen des Ehepaars Herzog.

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Barbara und Peter Herzog bieten ein Sortiment von rund 12'000 Artikeln an.

Barbara und Peter Herzog bieten ein Sortiment von rund 12'000 Artikeln an.

Bruno Kissling

Seit fünfeinhalb Jahren führen Barbara und Peter Herzog den «SpiilEgge» an der Oltnerstrasse 15 in Hägendorf. Der Inhaber hat früher in der Informatikbranche gearbeitet und schliesslich im Aussendienst Lernspiele an Kindergärten verkauft.

In den langen Ferien – Kindergartenkinder haben davon schliesslich 12 Wochen – baute er dann einen Onlineshop auf, in dem er Spiele anbot, die seiner Meinung nach sinnvoll waren, wie etwa die Geomag-Baukästen. Nach einer gewissen Zeit entschied er sich gemeinsam mit seiner Frau jedoch dazu, die Spiele nicht länger im Keller zu lagern, sondern in einem Laden verkaufen zu wollen.

Das Ehepaar Herzog eröffnete daraufhin im Ortskern Hägendorf ihr erstes Spielwarengeschäft mit rund 1'000 verschiedenen Artikeln. Mittlerweile ist der «SpiilEgge» umgezogen und die Verkaufsfläche auf zwei Stockwerke erweitert. So war es möglich, das Sortiment bis heute auf rund 12'000 Artikel zu vergrössern.

Doch wie behauptet sich ein kleiner Spielwarenladen gegen seine grosse Konkurrenz von Ladenketten, Warenhäusern? «Sehr gut», meint Peter Herzog lachend. Hilfreich sei sicher ihr Onlineshop, in welchem Leute aus der ganzen Schweiz die angebotenen Artikel kaufen. Einige Kundinnen und Kunden kämen für den «SpiilEgge» aber auch extra angereist. Sie empfingen zum Beispiel Stammkundschaft aus Fribourg und Winterthur, berichtet der Inhaber.

Der Onlineshop hilft durch den Lockdown

Der Onlineshop erwies sich zudem als sehr nützlich während des Lockdowns im vergangenen Frühling. Als das Paar das Geschäft im Mai wieder öffnen durfte, sei die Anzahl der Besuchenden stark angestiegen. Der Trend in der Krise, regionaler einzukaufen, zeigte sich wohl auch bei ihnen. Vielleicht seien Menschen aber auch durch digitale Werbung im Internet auf den Laden aufmerksam geworden, die im Lockdown mehr Zeit im Netz verbrachten.

Auch mit der zunehmenden Digitalisierung und der ansteigenden Beliebtheit von Videogames hat der «SpiilEgge» nicht zu kämpfen. Im Gegenteil: Peter Herzog erzählt, dass er in diesem Jahr sogar eher ein zunehmendes Bedürfnis nach Puzzles und Gesellschaftsspielen wahrgenommen habe. In jüngster Vergangenheit liessen sich Erwachsene ausserdem immer öfter für Crystal-Art-Bastelsets erwärmen.

Zusätzlich seien aber natürlich auch Konstruktionsspielzeuge oder Lego-Bausets, die immer schon sehr populär waren, beliebt. Neue Spiele testet Peter Herzog gerne selbst aus. Einmal pro Monat trifft er sich dazu mit seinen Kollegen zum Spieleabend.

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