Viel können sie zwar noch nicht sagen, die Verantwortlichen diverser Oltner Sportvereine. Zu vieles hängt derzeit noch in den Lüften rund um das neue Ballsport-Center, welches im Kleinholz droben entstehen soll und Mitte Woche den Medien vorgestellt wurde.

Eine Info-Veranstaltung zum neuen Projekt findet für die IG-Sport Vereine denn auch erst kommende Woche statt. Eine zweite zu Beginn des neuen Jahres. Dennoch, das Interesse am Angebot ist gross. So betonen Roland Sager und Sandro Romeo, die Co-Präsidenten des Handball-Vereins Olten (HVO) unisono, aus der Sicht ihres Vereins liesse sich bereits jetzt festhalten: «Wir begrüssen es grundsätzlich sehr, wenn weitere, sprich neue Hallenkapazitäten in der Stadt Olten geschaffen werden.»

Für die gegen 200 Junioren/Juniorinnen und sechs Aktiv-Teams könnten bereits jetzt nicht immer zufriedenstellende Hallenbelegungen/Lösungen angeboten werden. «Wir müssen teilweise in auswärtige Hallen ausweichen. Dieses Ballsport-Center könnte für eine gewisse Entlastung sorgen», so das Co-Präsidiumsduo auf Anfrage.

Ein positives Zeichen

Für den Präsidenten der IG Sport, Martin Grütter, ist das Projekt ein sehr positives Zeichen, stosse auf ein breites Echo. Viele Vereine seien am Vorhaben Ballsport-Center interessiert. Dies würden die hohen Anmeldungszahlen zu den Info-Anlässen belegen. Aus gutem Grund: «Sagen wirs mal etwas überspitzt so: Kommt das Projekt zum Fliegen, so wird damit das Sportanlagenangebot in der Stadt, auch für die Region, absolut bereichert. Es entsteht eine kompakte Anlage. Dann wird Olten so etwas wie ein kleines Magglingen, nur zentraler gelegen.»

Der Präsident der IG Sport sieht durch das Projekt das Angebot für Spielflächen gegenüber heute keineswegs geschmälert. Trainingsmöglichkeiten würden gar optimiert. «Wenn ich dran denke, dass im Handball heute etwa die einen in einer Halle an der Kanti oder noch anderswo dezentral trainieren ist das doch keine Frage.» Allerdings räumt Grütter gerne ein, dass die Nutzungstarife noch absolut unbekannt seien. «Vor einiger Zeit hats geheissen, diese würden sich an den städtischen Tarifen orientieren», sagt Grütter weiter. Inwieweit das aktuell noch zutreffe, sei für ihn zum jetzigen Zeitpunkt aber nicht klar.

Tarife an die der Stadt angelehnt

«Die Tarife für die Nutzung der entstehenden Aussenanlage orientieren sich grundsätzlich an jenen der Stadt Olten», stellt Jan Rechsteiner von der städtischen Abteilung Bildung und Sport klar. Die Nutzung des effektiven Ballsport Centers, also der Indoorbereich, sei dagegen etwas anderes und könne mit der heutigen Situation nicht verglichen werden. «Der Indoorbereich stellt klar eine Neuheit und damit einen Mehrwert dar. Die Festlegung der für diesen Bereich gültigen Tarife wird sicher Verhandlungssache sein», meint er. Aber auch diese dürften nicht im völligen Ungleichgewicht zu denjenigen des städtischen Angebots liegen, mutmasst Rechsteiner.

Mit einer gewissen Skepsis begleitet der FC Fortuna die Entwicklung. «Für uns hat die neue Halle nicht die absolute Bedeutung», sagt Präsident Sven Bürki. Vielmehr liege das Augenmerk auf dem Aussenfeld, wo ein moderner, Fifa-zertifizierter Kunstrasenplatz in Superleague-Manier entstehen soll. «Es ist schon wichtig, dass uns der Platz zu guten Konditionen zur Nutzung erhalten bleibt.» Auch die gebührenpflichtigen Parkplätze sind Bürki derzeit eher noch ein Dorn im Auge. Aber der Fortuna-Präsident räumt gerne ein, dass sich die Geschichte auch zum Guten entwickeln kann. «Wir sind in der Frage im Moment halt noch etwas verunsichert», sagt er.

Als reiner Beobachter der Situation sieht sich aktuell der Sportverein Olten: Präsident Luis Geiser meint auf Anfrage, man nehme absolut interessiert an der Infositzung teil. «Aber wir haben derzeit keinen speziellen Raumbedarf anzumelden.»