Stadtgespräche.ch
Wie geht es weiter in Olten SüdWest?

Am Freitag findet im Magazin ein Diskussionsabend zur neuen Wohnsiedlung statt. Welche Wege bei den beiden Projekten eingeschlagen wurden und wie erfolgreich diese für die Zukunft sein könnten, soll diskutiert werden.

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Das neue Wohnquartier im Mittelpunkt des Diskurses.

Das neue Wohnquartier im Mittelpunkt des Diskurses.

Bruno Kissling

Das erste Baufeld mit 400 Wohnungen ist gebaut und teilweise bezogen. Der Verein stadtgespräche.ch lässt prominent darüber diskutieren, ob das Resultat aus einem Internationalen städtebaulichen Wettbewerb, einem Gestaltungsplan und einem Architekturwettbewerb für die weiteren Baufelder massgebend ist.

Die Einladung liefert das Stichwort zum Thema des Abends; «Perspektiven? Olten SüdWest». Mit einem Blick auf das Entstandene diskutieren der Oltner Stadtpräsident Martin Wey, der Altparlamentarier Stefan Nünlist und damaliger Mitinitiant der Volksmotion zum Kauf des Cementi-Areals durch die Stadt Olten sowie Andreas Hofer von der Zürcher Baugenossenschaft «mehr als wohnen» über mögliche weitere Szenarien im Entwicklungsgebiet OSW.

Seit Anfang Oktober ziehen die ersten Mieter und Mieterinnen in die Neubauten auf dem Gelände ein. Langsam und zaghaft spriesst erstes Leben aus den grossformatigen Bauvolumen.

Während Stadtpräsident Martin Wey die Siedlung bezüglich Grösse als gewöhnungsbedürftig bezeichnet, sieht Baudirektor Thomas Marbet urbane Vorteile nach den Massgaben des Raumplanungsgesetzes, derweil hält Stadtplaner Lorenz Schmid das Wohnungsangebot als etwas monoton.

Genossenschaft ohne Pläne

Am Diskussionsabend wird Andreas Hofer von der jüngsten Zürcher Baugenossenschaft mit dem Namen «mehr als Wohnen» (eine gemeinsame Gründung aller Zürcher Baugenossenschaften) über den Entstehungsprozess des seit Anfang Jahr bezugsbereiten Hunziker-Areals erzählen.

Ein nicht ganz alltägliches Vorgehen hat in kurzer Zeit zu einem sehr lebendigen Quartier geführt. Dabei wird er erklären, welche Rolle die Zürcher Bauverwaltung (mit)gespielt hat und wie diese ihre Ansprüche gegenüber den Bauwilligen formuliert und durchgesetzt hat.

Ebenso spannend ist das Vorgehen der Genossenschaft, welche gänzlich ohne Zonen- und Gestaltungspläne vier Architekturbüros im Konkurrenzverfahren zum auferlegten Dialog einlud.

Stadtpräsident Wey diskutiert mit

Die Namen, welche mit den Baugebieten in Verbindung gebracht werden, die Hunziker Baustoffe in Olten und das Hunziker-Areal in Zürich sind die einzigen Verwandtschaften der beiden Grossprojekte.

Welche Wege bei den beiden Projekten eingeschlagen wurden und wie erfolgreich diese für die Zukunft sein könnten, wollen die beide Vorstandsmitglieder von stadtgespräche.ch Thomas Schwab und Daniel Schneider mit dem Stadtpräsidenten Martin Wey, dem alt Gemeinderat Stefan Nünlist und Architekten Andreas Hofer im offenen Diskurs herausfinden. (mgt)

Letzter Anlass

Am 13. November lädt der Verein stadtgespräche.ch zu seinem letzten Anlass ein. «Nach acht Jahren wird sich der Verein stadtgespräche.ch aus Kapazitätsgründen leider auflösen müssen», sagt Vorstandsmitglied Thomas Schwab auf Anfrage. «Neben unserer Arbeit wurde uns das zu viel», sagt er.

Nachfolger hätten er und der Vereinspräsident Daniel Schneider gesucht, aber keine gefunden. Auch keines der Vereinsmitglieder wollte laut Schwab das Ruder übernehmen. «Wir schliessen nun aber nicht aus, dass wir allenfalls situativ aktiv werden.» (DO)

Zum Anlass: Beginn um 18.30 Uhr im Restaurant Magazin in Olten. Musikalische Umrahmung von MisonJazz 3 (Migge Neuenschwander) inklusive grossem Apéro.