Christof Schelbert, seit 2003 zum 10. Mal Gewinner des Oltner Plakettenwettbewerbs. Kommt da noch Freude auf?

Christof Schelbert: Natürlich. Und es ist für mich sicher auch eine grosse Genugtuung und lässig. Ich bin halt an schönen Plaketten interessiert (lacht).

Was macht eine Schelbertplakette zur Schelbertplakette?

Ich bin kein Liebhaber von Fratzengesichern, sehe mich und damit meine Vorschläge eher in der Tradition der Basler Fasnacht. Und ich will mit meinen Plaketten eine Aussage machen. Für die kommende Fasnacht ists das Fasnachtsbändeli. Eigentlich simpel. Zudem habe ich immer das Wesen des Reliefs, also eigentlich den räumlichen Gedanken bei der Arbeit im Kopf. Eine Plakette muss dreidimensional wirken. Nicht jede Zeichnung lässt sich gleich gut als Plakettenmotiv umsetzen.

Der Wettbewerb startet im Sommer, weit weg von der närrischen Zeit. Eine Schwierigkeit?

Es kommt drauf an. Es ist zur Gewohnheit geworden, dass ich mir im Jahreslauf Notizen oder Skizzen anfertige. Manchmal kann ich da anknüpfen, manchmal nicht. Wenns im Kopf zu lange dreht, suche ich meist nach Alternativen.

Wie lange dauert der Prozess von der Idee bis zum Eingabestück?

Das lässt sich so generell nicht beantworten. Das Reinzeichnen ist mehr eine Fleissarbeit und dauert vielleicht zwei Stunden. Die wirkliche Arbeit geschieht vorher. Eben, wenns dreht im Kopf, bis sich eine bildliche Konkretisierung einstellt.

Nach zehn Siegen: Denkt da ein Plakettenkönig auch ans Aufgeben?

Es macht mir immer noch Spass, dabei zu sein. Es gab Phasen, da gewann ich dreimal hintereinander den Wettbewerb. Heute halte ich das nicht mehr für möglich.