Kantonsrat
Weniger «Geld ausgeben und Gesetze brünzeln» bei der FDP Olten-Gösgen

Die FDP Olten-Gösgen hat ihre Kandidierenden für den Kantonsrat vorgestellt. Mit 6 Frauen unter 22 Kandidierenden ist die FDP der Amtei Olten-Gösgen diesbezüglich bislang führend im Kanton. Der Grossteil der bereits feststehenden Kandidierenden stellte sich an der Nominationsversammlung vom Mittwoch den Delegierten persönlich vor.

Lucien Rahm
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Andreas Schibli (Olten, bisher), Corinne Saner (Lostorf), Inan Kadioglu (Olten), Charlotte Shah (Schönenwerd), Daniel Probst (Olten), Alexander Zingrich (Gretzenbach), Alexandra Kämpf (Olten), Marianne Benguerel-Kiefer (Wangen), Felix Hug (Starrkirch-Wil), Roman Frey (Wangen), Dylan Ferraro (Dulliken), Christian Huber (Kappel), Stefan Nünlist (Olten), Urs Knapp (Olten), Markus Spielmann (Starrkirch-Wil, bisher), Lucia Kaiser (Starrkirch-Wil), David Tschan (Olten). Es fehlen: Rolf Daniel Enz (Däniken), Peter Hodel (Schönenwerd, bisher), Beat Loosli (Starrkirch-Wil, bisher), Jessica Nussbaumer (Olten), Beat Wildi (Wangen, bisher). Nicht mehr antreten werden: Verena Enzler, Ernst Zingg.

Andreas Schibli (Olten, bisher), Corinne Saner (Lostorf), Inan Kadioglu (Olten), Charlotte Shah (Schönenwerd), Daniel Probst (Olten), Alexander Zingrich (Gretzenbach), Alexandra Kämpf (Olten), Marianne Benguerel-Kiefer (Wangen), Felix Hug (Starrkirch-Wil), Roman Frey (Wangen), Dylan Ferraro (Dulliken), Christian Huber (Kappel), Stefan Nünlist (Olten), Urs Knapp (Olten), Markus Spielmann (Starrkirch-Wil, bisher), Lucia Kaiser (Starrkirch-Wil), David Tschan (Olten). Es fehlen: Rolf Daniel Enz (Däniken), Peter Hodel (Schönenwerd, bisher), Beat Loosli (Starrkirch-Wil, bisher), Jessica Nussbaumer (Olten), Beat Wildi (Wangen, bisher). Nicht mehr antreten werden: Verena Enzler, Ernst Zingg.

Lucien Rahm

Mindestens 22 Kandidatinnen und Kandidaten sollen die 7 Kantonsratssitze der FDP Olten-Gösgen verteidigen. Darunter sind sechs Frauen und sechs Jungfreisinnige.

Der Grossteil der bereits feststehenden Kandidierenden stellte sich an der Nominationsversammlung vom Mittwoch den Delegierten persönlich vor.

In den je etwa drei Minuten Sprechzeit tauchte ein Thema immer wieder auf: die Bildung nämlich. Es waren unter anderem die jungfreisinnigen Kandidaten, die auf deren Wichtigkeit hinwiesen. So beispielsweise der 26-jährige Jurist Roman Frey aus Wangen.

Ein gutes Bildungssystem sei die Quelle einer freien Gesellschaft. Es müsse Menschen zu selbstbewussten und selbstverantwortlichen Bürgern ausbilden, meinte er.

Steigende Zentralisierung stört

Auch einigen kandidierenden Müttern liegt die Bildung am Herzen. Darunter Corinne Saner, Notarin und Mutter zweier Töchter. Als Lostorfer Gemeinderätin stelle sie zudem fest, dass man als Gemeinde in Bildungsfragen relativ wenig mitbestimmen könne.

«Man wird fast von Reform zu Reform gepeitscht vom Kanton.» Dies würde sie auf jeden Fall einbringen im Kantonsrat. Das gleiche reduzierte Mass an Mitbestimmung sei auch im Finanzbereich anzutreffen, so Saner weiter.

Damit sprach sie zwei weitere Kernanliegen der Kandidierenden an: die Staatsausgaben senken und den Zentralismus eindämmen.

Die steigende Zentralisierung störe ihn, äusserte sich hierzu beispielsweise Wahlkampfleiter Felix Hug, Gemeinderat in Starrkirch-Wil. Und der Däniker alt Gemeinderat Markus Spielmann forderte, generell weniger Regeln zu erlassen.

Denn: «Geld ausgeben und Gesetze brünzeln, das ist ein verlockendes Gift für Politiker.» Wenn sie Geld zur Verfügung hätten, würden sie es sofort ausgeben wollen. Der seit diesem Jahr bereits als Kantonsrat wirkende Rechtsanwalt setze sich daher für weniger Regulierung und einen sparsameren Kanton ein.

Bislang höchste Frauenquote

Kandidatin Charlotte Shah äusserte sich ausserdem zum Thema Integration. Die Schönenwerder Gemeinderätin setzt sich innerhalb ihres Ressorts «Soziales» mit der Thematik auseinander.

Auch hier seien die Einflussmöglichkeiten begrenzt, es werde viel vom Kanton vorgegeben. Im Kleinen lasse sich dennoch viel bewirken, so Shah. Von Einwanderern verlangt sie Anpassungsfähigkeit. «Diese Leute müssen Deutsch lernen.»

Man müsse ihnen sagen können, «so läuft es bei uns». Wer hier zu Hause sein möchte, müsse sich uns anpassen und nicht umgekehrt.

Die Kandidierenden wurden von den Delegierten anschliessend alle einstimmig und in globo gewählt. Regierungsratskandidatin Marianne Meister freute sich in ihrer Motivationsrede an die Kantonsratskandidatinnen und -kandidaten über deren Frauenquote.

Mit 6 Frauen unter 22 Kandidierenden ist die FDP der Amtei Olten-Gösgen diesbezüglich bislang führend im Kanton.

Und diese Quote könnte je nachdem noch steigen: Gemäss Wahlkampfleiter Hug sei man im Gespräch mit weiteren potenziellen Kandidierenden.