Olten

Weihnachtsmarkt lockt Gross und Klein in das Lichtermeer der Altstadt

Am Donnerstag beginnt der viertägige Weihnachtsmarkt in Olten — 50 Standbetreiber sind bei der ersten Auflage des Marktes in der Altstadt dabei.

In der Oltner Altstadt herrscht am Dienstagmorgen Hochbetrieb: Die Zivilschützer der regionalen Organisation bauen am Oberen Graben und beim Ildefonsplatz rund 50 Holzhäuschen auf für den Weihnachtsmarkt. Der Nachfolgeanlass des Adventsmarkts im Kapuzinerkloster findet dieses Jahr das erste Mal statt.

Schon bei den acht Ausgaben des Markts im Kapuzinerkloster waren die Mannen in Orange jeweils für den Auf- und Abbau zuständig. Diese Aufgabe haben sie nun auch für den Weihnachtsmarkt in der Altstadt übernommen. Weil der Initiant Roger Lang die Häuschen neu angeschafft hat, mussten sich die Zivilschützer zuerst an die leicht andere Bauweise gewöhnen.

«Wir haben am Anfang gemeinsam ein Hüttli aufgestellt», sagt Zugführer Leutnant Guido Beck. Dann sei es allen klar gewesen. Roger Lang ist froh um die Arbeit der Zivilschützer. Sie hätten es sensationell gut gemacht. «Ohne sie wäre es sicher teurer geworden», sagt der Organisator.

Am Donnerstagnachmittag eröffnet der Weihnachtsmarkt, bis dann müssen die Aussteller parat sein. Damit deren Angebote nicht die Produkte der Altstadt-Läden konkurrenziert, hat Lang darauf geachtet, dass vor allem Heimarbeit verkauft wird. Auch die Gastronomie in der Altstadt soll durch den Weihnachtsmarkt profitieren. Daher bietet er an nur 3 von 50 Ständen etwas zu Essen und zu Trinken an.

Start Weihnachtsmarkt Altstadt Olten 2017

Die beleuchteten Weihnachtsmarkt-Hüttli locken bereits am Eröffnungstag Gross und Klein in die Oltner Altstadt.

Expansion ist bereits angedacht

Der Weihnachtsmarkt ist bei den Ausstellern bereits bei der ersten Auflage beliebt. Lang musste mehreren Bewerbern absagen. Je nachdem, wie gut der Markt im ersten Jahr läuft, kann er sich auch einen Ausbau vorstellen und würde weitere Hüttli dazukaufen oder -mieten.

Aber nicht nur eine geografische Expansion steht im Raum, auch zeitlich ist er einer Ausweitung nicht abgeneigt. «Vielleicht können wir den Markt auch an zwei Adventswochenenden durchführen.» Dazu muss aber nicht nur die Stadt mit einer Bewilligung das Okay geben, sondern auch genügend Interesse der Aussteller vorhanden sein.

Nicht zuletzt ist Lang auch auf den Goodwill der Anwohner und Ladeninhaber in der Altstadt angewiesen. Bisher gab es eine Reklamation eines Anstössers. Man sei nun aber daran, eine Lösung zu finden, sagt Franco Giori von der Stadt als Abteilungsleiter Ordnung und Sicherheit.

Eine Woche später als geplant

Lang hatte ursprünglich geplant, den Weihnachtsmarkt am ersten Adventswochenende vom 30. November bis 3. Dezember durchzuführen. Weil an diesem Datum bereits der Ruttiger Adventsmarkt angekündigt war und die Familie Hengartner auch gleich noch seine Hüttli gebrauchen konnte, hat er die Erstauflage seines Weihnachtsmarkts um eine Woche verschoben.

So kommts, dass an diesem Wochenende in der Altstadt einiges los ist: Neben dem Weihnachtsmarkt findet auch der erste Sonntagsverkauf statt. Ein Umstand, der sicher beiden Anlässen in Sachen Besucheraufmarsch zugutekommen kann.

Das Wichtigste beim Aufbau der Holzhüttli ist, dass die Bodenplatte auf dem zum Teil unebenen Untergrund in der Altstadt gerade zu liegen kommt. Dazu werden jeweils einzelne Holzplättli unter die Bodenplatte gelegt.

Danach folgen die vier Wandplatten, die beiden Dachplatten und die Bedeckung. Beachtet werden musste beim Aufbau auch, dass die Haus- und Ladeneingänge nicht zugesperrt wurden und zwischen den Hüttli eine vier Meter breite Rettungsgasse für Notfälle frei blieb.

In zwei Tagen hatten die 23 Zivilschützer die Häuschen aufgestellt. Gleich viel Zeit investierten sie danach in die Dekoration und die Beleuchtung sowie kleinere Arbeiten wie die Platzierung der Abfallkübel. Für den Abbau haben die Zivilschützer dann mit zwei Tagen nur halb so viel Zeit. Unterstützt wurden sie vom städtischen Werkhof, etwa mit einem Gabelstapler.

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