Olten

Weihnachtsessen brachte die Kündigung für Werkhof-Angestellten

Dieses Weihnachtsessen verlief alles andere als friedlich (Symbolbild)

Dieses Weihnachtsessen verlief alles andere als friedlich (Symbolbild)

Ein Angestellter des Oltner Werkhofs wurde nach dem Weihnachtsessen per sofort freigestellt. Er hatte seine Zunge nicht gezügelt, sich mit einem Kollegen geprügelt und diverse Sachbeschädigungen begangen.

Es gehört nicht zum Charakter von Weihnachtsessen, dass sie in einer veritablen Schlägerei enden. Trotzdem kommt das immer wieder mal vor. So auch beim Weihnachtsessen des städtischen Werkhofs. Der Vorfall ereignete sich vor einigen Tagen und endete schliesslich mit der Freistellung des Hauptdarstellers, eines Werkhofangestellten. Mit ihm wurde ein Aufhebungsvertrag abgeschlossen; die ordentliche Kündigung erfolgt per Ende März 2015.

«Wir bedauern den Vorfall sehr», sagt René Wernli, Leiter Werkhof. Der Abend an sich sei eigentlich ruhig verlaufen, auch wenn eine gewisse Anspannung spürbar gewesen sei. «Das liess sich an einzelnen, wiederkehrenden spitzen Bemerkungen des fraglichen Mitarbeiters erkennen», erinnert er sich. Auch in den letzten Monaten habe es immer wieder Situationen gegeben, welche auf eine gewisse instabile Lage des Mitarbeiters hingewiesen hätten. Beleidigungen von Mitarbeitenden inklusive.

Dass der Abend aber so endete, kam dann doch völlig überraschend. «Uns blieb keine andere Wahl als ihn freizustellen», so der Leiter Werkhof weiter. Sein Verhalten beziehungsweise die Konsequenzen des Vorfalls seien nicht tolerierbar. Nicht die einzelne Begebenheit sei für diesen Entscheid ausschlaggebend gewesen, sondern deren Summe. «Wenn einem Mitarbeitenden etwa der Führerausweis entzogen wird, lässt sich vielleicht noch was machen, aber das Vorgefallene geht in letzter Konsequenz zu weit», argumentiert Wernli.

Einiges kommt zusammen

Was vom Weihnachtsessen zurückblieb: Zwei Mitarbeitende, denen als Folge der körperlichen Auseinandersetzungen per Arztzeugnis Arbeitsunfähigkeit attestiert wurde, Sachbeschädigung (offensichtlich beschädigte der betreffende Mitarbeiter mutwillig parkierte Autos), entfernte sich in der Folge vom Ort des Geschehens und fuhr in angetrunkenem Zustand nach Hause, wo er am frühen Samstagmorgen von der Polizei gestellt und für weitere Abklärungen auf den Posten gebracht wurde. «Alkohol war sicher im Spiel», so Wernli, der allerdings nicht mehr zugegen war, als die Situation eskalierte.

Was nun?

Die Konsequenzen treffen einen langjährigen Mitarbeiter des städtischen Werkhofs. «Mir tut er wirklich leid», sagt Wernli. Man werde den Mann aber jetzt nicht einfach fallen lassen, sondern sehen, wie er konkret unterstützt werden könne. Das könnte gemäss Wernli auch eine direkte Hilfestellung bei der Suche nach einem neuen Arbeitgeber sein. (hub)

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