Stadthaus Olten
Wegen Corona rascher umgesetzt: Jetzt gibt es einen separaten Schalter für die Sozialregion

Im Stadthaus Olten hat man auf die zugespitzte Situation rund um Corona reagiert. Am Freitag wurde ein neuer Schalter mit Warteraum eingeweiht.

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Der Schalter Sozialamt im Parterre des Stadthauses – mit Stadträtin Maron Rauber (Direktion Soziales) und Stadtrat Thomas Marbet (Direktion Bau).

Der Schalter Sozialamt im Parterre des Stadthauses – mit Stadträtin Maron Rauber (Direktion Soziales) und Stadtrat Thomas Marbet (Direktion Bau).

Bruno Kissling

Die Coronasituation hat einer langersehnten Neuerung beim Eingang des Stadthauses Olten zum Durchbruch verholfen: Bis anhin war die Stadtverwaltung über alle Stockwerke hinweg während der Öffnungszeiten frei zugänglich. Insbesondere in den Stockwerken der Sozialregion Olten führte das aufgrund der engen Raumverhältnisse rund um das Treppenhaus in der Vergangenheit teilweise zu für alle Beteiligten unangenehmen bis sogar bedrohlichen Situationen.

Das hatte schon vor mittlerweile elf Jahren die damalige SP-Parlamentarierin Caroline Wernli in einem Postulat beanstandet, in dem sie den Stadtrat aufforderte, die Wartesituation der Klientinnen und Klienten des damaligen Sozial- und Vormundschaftsamtes, der heutigen Sozialregion, «unter Wahrung einer minimalsten Privatsphäre» zu lösen.

Zugespitzte Situation wegen Covid-19

Aufgrund der Bedrohung durch Covid-19 spitzte sich diese Situation in den letzten Monaten nun zu. Zwar wurde für das Stadthaus im vergangenen Frühling zeitweise eine Zugangskontrolle eingeführt: Personen konnten nicht mehr unkontrolliert und anonym das Stadthaus betreten. Dies führte allerdings zu Warteschlangen vor dem Stadthaus, insbesondere während der Auszahlungsphasen bei der Sozialregion.

Eine Trennung der Besucherströme der Sozialregion und der übrigen Stadtverwaltung Olten drängte sich deshalb auf, um die Kundschaft schneller und besser bedienen zu können.

Mit dem neuen, am Freitag eingeweihten Schalter mit Warteraum, für den der Stadtrat einen Nachtragskredit von 238'500 Franken bewilligte und der kompatibel ist mit einer künftigen Erdgeschoss-Sanierung, können Kundinnen und Kunden der Sozialregion auch bei einem grossen Andrang schnell an geeigneten Schaltern bedient werden. «Zudem gelangen generell weniger Personen unkontrolliert in die oberen Stockwerke des Stadthauses, wodurch neben der Sicherheit in der aktuellen Lage auch die Gesundheit des Personals besser geschützt ist», wie die Stadtkanzlei in ihrer Medienmitteilung weiter zu verstehen gibt.

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