Budgetsitzung
Was wenn das Wangner Wasser nicht mehr wäre?

An der Budgetsitzung genehmigte der Souverän das Budget 2016 und liess sich über das Projekt «Regionaler Wasserversorgungsplan Olten Gösgen» (RWVP OG) orientieren.

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Es wird eine Wasser-Vernetzung im Raum Rickenbach-Niederamt angestrebt mit Wasserfassungen im Gheid (Olten, bestehend) und im Schachen und im Aarefeld (Niederamt, neu).

Es wird eine Wasser-Vernetzung im Raum Rickenbach-Niederamt angestrebt mit Wasserfassungen im Gheid (Olten, bestehend) und im Schachen und im Aarefeld (Niederamt, neu).

HR.Aeschbacher

Dass nach der Präsentation des Budgets keine Fragen seitens des Souveräns gestellt worden sind, zeigt die Zufriedenheit mit diesen Vorgaben.

Gesamthaft ist in der laufenden Rechnung ein Ertragsüberschuss von 39 550 Franken budgetiert, aufgeteilt in die folgenden Sachgruppen: Bürgerrechnung: Aufwandüberschuss 27 400 Franken; Liegenschaften: Ertragsüberschuss 120 700 Franken; Wasserversorgung: Aufwandüberschuss 52 000 Franken; Forst: Aufwandüberschuss Fr. 1750 Franken.

Das Budget der Investitionsrechnung schliesst bei Ausgaben von 1 140 000 Franken und Einnahmen von Fr. 240 000 Franken mit Nettoinvestitionen von 900 000 Franken.

Die gewichtigen Brocken in diesem Investitions-Budget sind: Neubau Quellfassung Binsmätteli (Sturmschaden) für 50 000 Franken, WL-Ersatz obere Belchenstrasse 200 000 Franken, Erneuerung Stufenpumpwerk Bannacker 70 000 Franken, Ersatz Steuerung Wasserversorgung 250 000 Franken, WL-Ersatz Länteli 220 000 00 Franken, WL-Neuerstellung Hasenweid Nord 100 000 Franken und WL-Ersatz Holengrabenweg (Rohrbruch vom 16. 10. 2015) 250 000 Franken. Das Budget 2016 der laufenden Rechnung und der Investitionsrechnung hat derSouverän einstimmig genehmigt.

Einbürgerungen

Die Gesuche Pannarakunnel, Maloku, Correa Deldado (total sechs Personen) sind genehmigt worden zuhanden der Endbehandlung durch Bund und Kanton. In Wangen sind 750 Ortsbürger wohnhaft, davon sind die Hälfte Neubürger.

Wasserversorgungsplan

Das Amt für Umwelt (AfU), Abteilung Wasser, orientierte die Gemeinden Wangen und Rickenbach (Wasserbezügerin von Wangen), dass die Wasserfassungen im Raum Rickenbach-Wangen-Olten-Niederamt zukünftig neu definiert werden.

Das Grundwasservorkommen im Niederamt ist grösser, sicherer und weniger belastet durch Nitrate und deshalb von besserer Qualität, hinzu kommt, dass im Niederamt 70 Millionen Kubikmeter Grundwasser pro Jahr neu gebildet werden (im Gäu nur die Hälfte).

Fast keine der bestehenden Wasserversorgungen im Raum Rickenbach-Niederamt verfügt über eine genügende Alleinversorgungssicherheit, was durch Bevölkerungszunahmen, Klimaerwärmung und längere Trockenperioden noch verstärkt wird.

Deshalb wird eine intelligente Vernetzung im Raum Rickenbach-Niederamt angestrebt mit Wasserfassungen im Gheid (Olten, bestehend) und im Schachen und im Aarefeld (Niederamt, neu).

Die geplanten Massnahmen werden mit Kosten von 16 Millionen Franken beziffert. In der Folge heisst dies für Wangen, gemäss Begründung des AfU, dass erstens die Schliessung des Grundwasserpumpwerkes Bornstrasse nötig ist, zweitens die teuren Konfliktbehebungen in der Wangner Grundwasserschutzzone entfallen, drittens die Wangner Wasserversorgung im neuen Versorgungssystem eingebunden wird und viertens durch den Wegfall der Grundwasserschutzzone in Kleinwangen neues Siedlungsgebiet anderweitig genutzt werden kann.

Die Bürgergemeinde und die Einwohnergemeinde werden zusammen eine Stellungnahme ausarbeiten und versuchen, den Status quo aus guten Erfahrungsgründen zu erhalten. Diesem RWVP-OG-Plan wird seitens Wangen und Rickenbach so lange wie möglich Widerstand geleistet werden.