Region Olten

Was passiert mit den Kirchen? – Kirchgemeinde hat Verhandlungen sachte aufgenommen

Was geschieht mit den drei Kirchen? Erste Verhandlungen wurden aufgenommen. (v.l.): Christuskirche in Hägendorf, Dorfkirche St. Peter und Paul in Starrkirch-Wil und Kreuzkirche in Trimbach.

Die Christkatholische Kirchgemeinde Region Olten verabschiedet defizitäres Budget 2019 und orientiert über die Zukunft ihrer Gebäulichkeiten.

Die christkatholische Kirchgemeinde Region Olten genehmigte ihr Budget 2019 einstimmig. Ferner hat die Kirchgemeinde Verhandlungen mit Hägendorf, Starrkirch-Wil und Trimbach betreffend Neu- oder Umnutzung der nicht mehr benötigten Gebäude in Angriff genommen.
Der Präsident der christkatholischen Kirchgemeinde Region Olten, Kurt Stutz, konnte am Mittwochabend 22 Stimmberechtigte zur Budgetgemeindeversammlung pro 2019 im Kirchgemeindehaus in Olten begrüssen. Kerntraktandum war der Voranschlag 2019.

Dieser sieht ein Defizit von 185'785 Franken vor, wovon 150'000 Franken auf die ordentlichen Abschreibungen zurückzuführen sind, die durch die Renovation der Stadtkirche entstanden. Ohne diese würde sich das Minus «nur» auf 35'785 Franken belaufen. Der Abschluss der Bauabrechnungen für die Renovation wird übrigens laut Peter Schibli, Präsident der Baukommission, per Frühling 2019 erwartet.

Die Versammlung stimmte dem Budget einstimmig zu, ebenso dem Steuerfuss von 18 Prozent. Neuinvestitionen sind im Jahr 2019 keine vorgesehen.

Sondierungen nach der Zukunft

Nachdem eine Beschwerde gegen die «Motion Ackermann» betreffend die Neu- und Umnutzung der nicht mehr benötigten Gebäude der Kirchgemeinde in Hägendorf, Starrkirch-Wil und Trimbach abgewiesen und nicht mehr weitergezogen worden war, stand für den Kirchgemeinderat die Tür offen, um erste Sondierungen mit diesen Gemeinden vorzunehmen. Der Präsident orientierte die Versammlung kurz über den Stand der Dinge.

Die Einwohnergemeinde Hägendorf sei weder an der Kirche noch am dazugehörenden Land interessiert, so Stutz. In Trimbach habe eine Besprechung mit dem Gemeindepräsidenten stattgefunden; dort sähe man die Möglichkeit einer Umnutzung der Kirche als Kulturzentrum. Auch der Verkauf oder die Vermietung an eine andere christliche Konfession werden von den Christkatholiken in Betracht gezogen.

Konkreteres ab Mitte Jahr

Am konkretesten seien die Verhandlungen mit Starrkirch-Wil. Mit dieser Gemeinde hätten bereits zwei Sitzungen stattgefunden. Es seien bereits Ideen zur künftigen Umnutzung und der Eigentumsverhältnisse andiskutiert worden. Hier sollen konkrete Pläne im Verlaufe des ersten Halbjahres 2019 gemeinsam erarbeitet werden, um die Vorschläge anschliessend den beiden Gremien vorzulegen.

«Es werden langwierige Verhandlungen, die wir langsam angehen werden. Aber ich bin zuversichtlich; wir sind auf einem guten Weg», zeigte sich Stutz überzeugt.

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