«Am 10. Januar 2018 führte die Firma Quality-Service Schweiz das Audit auf unseren Wunsch im Weingarten durch. Der Bericht ist nun erschienen und ich darf Ihnen mit Freude mitteilen, dass er durchweg positiv ausgefallen ist», schreibt die Leiterin der Alters- und Pflegeheims Weingarten in Olten, Verena Hert, auf der betriebseigenen Homepage.

Ein Zitat aus dem Bericht: «Das Audit konnte konstruktiv und in sehr positiver Atmosphäre und Grundhaltung durchgeführt werden…. Aufgrund unseres Audits, den durch Stichproben eingesehenen Unterlagen, Beobachtungen und Gesprächen können wir die 2016/2017 erhobenen Vorwürfe von ehemaligen Mitarbeitenden und Arbeitnehmerorganisationen so nicht nachvollziehen oder bestätigen», so die überprüfende Firma.

Keine weitere Stellungnahme

Die Heimleitung wollte gegenüber dieser Zeitung auf Anfrage keine weiteren Angaben dazu machen. Immerhin: Überrascht vom Resultat des Audits sei sie nicht, so Verena Hert. Aber gefreut darüber habe sie sich schon.

Auf der Homepage lässt sie daher verlauten: «Wir sind konstant bestrebt, eine professionelle Pflege und Betreuung zum Wohle unserer Bewohnerinnen und Bewohner zu erbringen. Gerne nehmen wir weiterhin Ihre Anliegen und Wünsche entgegen und versuchen, diese zu Ihrer besten Zufriedenheit zu erfüllen.»

Sandro Müller, Leiter soziale Organisationen und Sozialversicherungen beim kantonalen Amt für soziale Sicherheit, also der Aufsichtsbehörde, bestätigt auf Anfrage diese Publikation. «Das Qualitätsaudit ist grundsätzlich positiv ausgefallen.» Stand heute dürfe das Resultat als «gutes Ergebnis» gewertet werden.

Im Spätherbst des Jahres 2016 war der Weingarten erstmals in die Schlagzeilen geraten. Im November 2016 machte diese Zeitung anonyme Vorhalte öffentlich. Später folgten die Gewerkschaftszeitung Work der UNIA und das Regionaljournal von SRF. Im September letzten Jahres dann nahm «Schweiz aktuell» das Thema erneut auf.

Die Rede war dabei von mangelhafter Ernährung von Heimbewohnern, fehlenden oder knapp gehaltenen sanitarischer Hilfsmitteln wie etwa Windeln. Zudem warfen die Stimmen einstiger Mitarbeitenden der Heimleitung ein Willkürregime vor.