Olten

Warum vergibt die Stadt Planungsaufträge meist ans gleiche Büro? Urs Knapp will Klarheit

Der Stadtrat und das private Planungsbüro Kontextplan kamen ins Visier von Urs Knapp

Der Stadtrat und das private Planungsbüro Kontextplan kamen ins Visier von Urs Knapp

Der Oltner Stadtrat sieht sich mit der Frage konfrontiert, weshalb Planungsaufträge meistens immer ans gleiche Büro vergeben werden. Mit seiner Interpellation will FDP-Gemeindeparlamentarier Urs Knapp wissen, ob dem wirklich so ist.

Das Stadt- und Kulturmagazin «Kolt» hatte im Februar und März 2018 die engen und persönlichen Beziehungen zwischen der Stadt Olten und dem privaten Planungsbüro Kontextplan thematisiert. Zudem hatte «Kolt» geschrieben, diese Aufträge würden immer direkt vergeben.

Jetzt will Knapp wissen, warum der Stadtrat Studien und Planungsaufträge zu ganz unterschiedlichen Themen (Mobilitätsplan, Schulraumplanung oder Quartierentwicklung) seit Jahren meistens an das gleiche Büro vergibt, wie viel die Stadt Olten in den letzten zehn Jahren insgesamt für Planungs-und Studienaufträge an externe Dienstleister zahlte und wie hoch der Anteil von Kontextplan an dieser Gesamtsumme war.

Auch will Knapp die Frage beantwortet haben, ob die Behauptung von «Kolt», wonach die Aufträge an Kontextplan ohne öffentliche Ausschreibung immer direkt vergeben würden, richtig sei.

Weiter möchte der FDP-Fraktionschef in Erfahrung bringen, wie stark die politische Haltung der Planerinnen und Planer die Ergebnisse ihrer Studien und Einschätzungen beeinflusst.

In Stadt- und Verkehrsplanung bestünden nämlich zwischen bürgerlichen und linken Parteien besonders grosse sachliche Differenzen. «Wichtige Führungskräfte von Kontextplan waren politisch aktiv», hält Knapp dazu dezidiert fest. (hub)

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