Oltner Wetter
Warmer und regenreicher Januar

Warmer Dezember, warmer Januar – auch der zweite Wintermonat wurde seinem Ruf nicht gerecht. Lediglich eine kurze Kälteperiode rief die eigentliche Jahreszeit in Erinnerung.

Karl Frey
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17. Januar 2016, aufgenommen vom Waldrand des Säliwaldes

17. Januar 2016, aufgenommen vom Waldrand des Säliwaldes

zvg

Auf den warmen Dezember folgte ein zweiter warmer Wintermonat, der nur durch eine Kälteperiode vom 17. bis 19. Januar mit Schneefällen ein kurzes winterliches Gepräge erhielt. Die erste Januarhälfte wies grosse Regenmengen mit täglichen Niederschlägen auf, 145 mm fielen zwischen dem 1. und dem 15. Januar.

Der Januar hatte ein Temperaturmittel von +3,2 Grad (Gheid +2,3 Grad) und schaffte es knapp nicht auf das Wärmerekordpodest. Gegenüber der Zeitperiode 1901 bis 1960 betrug der Temperaturüberschuss 3,7 Grad. Die Tagesmitteltemperaturen lagen im Gheid zwischen –7,6 Grad am 18. und hohen 7,1 Grad am 31. Januar.

Mit einer Schwankungsbreite von 23 Grad wurde das Minimum am 18. mit –11,5 Grad und das Maximum am 30. Januar mit +12,5 Grad gemessen. Der Januar wies 15 Frosttage (-7) und nur einen einzigen Eistag am 18. Januar auf. Die extremsten Januarmonate seit 1864 traten in den folgenden Jahren auf: 1864 mit –6,3 Grad und 1868 mit +5,1 Grad, dem ältesten Temperaturrekord, der bis heute nicht übertroffen wurde.

Januarniederschlag: Rang vier

An 21 Niederschlagstagen (+8), davon 6 Tage mit Schneefall (–9) fiel eine Niederschlagmenge von 185 mm, 123 Prozent mehr als normal, Rang vier in der Reihen von Messungen seit 1864. Der Spitzenwert von 241 mm wurde im Januar 1910 gemessen. An 9 Tagen (–7) lag in Olten eine Schneedecke mit der grössten Höhe von 22 cm am Bastianssonntag vom 17. Januar. Gemäss Statistik hatten wir am Bastian vom 16. Januar 1977 eine ausserordentliche Schneehöhe von 46 cm, dies lag nahe am Rekord von 52 cm vom 11. März 1931.

Wind und Luftdruck

Die mittlere Windstärke hatte den Wert von 2,8 m/s, mit dem höchsten Wert von 14,7 m/s (53 km/h) 18 Uhr, wobei es zu einigen Windschäden kam. Der Luftdruck hatte einen Mittelwert von 966,3 hPa. Bei einer Schwankungsbreite von 42,5 hPa wurde das Minimum von 944,3 hPa am 11. und das Maximum von 986,8 hPa am 23. Januar gemessen.