Unihockey
Wangner Nicolas Wolf erstmals als Torhüter für die Nati im Einsatz

Der Wangner Nicolas Wolf gab am Freitagabend in Lausanne beim Unihockey-Vierländer-Turnier der vier weltbesten Nationen seinen Einstand als Torhüter in der Schweizer Unihockey-Nationalmannschaft.

Manfred Dysli
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Der Wangner Nicolas Wolf zeigte zahlreiche Paraden gegen Finnland. Am Schluss verloren die Schweizer trotzdem.

Der Wangner Nicolas Wolf zeigte zahlreiche Paraden gegen Finnland. Am Schluss verloren die Schweizer trotzdem.

Christian Stähli

Beim Spiel Schweiz gegen Finnland überzeugte der Hexer aus Wangen und Standardgoalie des 10-fachen Schweizer Meisters SV Wiler-Ersigen mit seinen zahlreichen Paraden. Der Bruder des ehemaligen Wiler-Ersigen-Stürmers Raphael Wolf hatte schon im letzten Herbst in Tschechien beim Champions Cup überzeugt.

Damals wurde der SV Wiler-Ersigen erst im Final vom schwedischen Team IBF Falun mit einem 2:3 gestoppt. Nicolas Wolf wurde damals als bester Goalie in der Champions League ins All Star Team gewählt.

Gegen die starken Finnländer, die alle drei Spiele gewannen und das Vierländer-Turnier für sich entscheiden konnten, hatte die Schweiz lange Zeit den Sieg in der Hand. Nachdem ausgerechnet der finnische Wiler-Ersigen-Spieler Jami Manninen nach 57:20 Minuten für das Suomi-Team zum 4:4 ausgleichen konnte, verschoss die Wiler-Ersigen-Legende Matthias Hofbauer 68 Sekunden vor Schluss einen Penalty. Damit wars nichts mit dem Sensationssieg. Die Finnen gewannen 5:4 nach Penaltyschiessen.

Wolfs sagte zu seinem Ersteinsatz im Nati-Dress: «Das war schon speziell, in einem so bedeutenden Turnier meinen Einstand in der Nati feiern zu können.» Eigentlich war der Wangner schon im letzten Herbst für das Länderturnier in Polen im Schweizer Aufgebot. Aber wegen einer Schulterverletzung musste er damals passen.

Wolf hatte zuvor schon einige Länderspiele mit der Junioren-Nati absolviert. Beim zweiten Spiel gegen Schweden wurde GC-Goalie Pascal Meier und im dritten Spiel der Winterthur-Keeper Patrick Eder von Nationaltrainer David Jansson eingesetzt. Bei diesen beiden Matchs war Nicolas Wolf als zweiter Torhüter auf der Spielerbank zu sehen.

«Es ist super, dass ich nach dem unerwarteten Ausscheiden meines Klubs Wiler-Ersigen im Playoff-Viertelfinal gegen Alligator Malans eine Chance in der Nati bekommen habe.» Die Stimmung hier in der Romandie sei genial. «Speziell war aber auch, dass mich ausgerechnet mein Teamkollege Jami Manninen, der auf die neue Saison nach Schweden wechseln wird, beim 4:4 bezwingen konnte.»

Nicolas Wolf fand die Stimmung in der Halle toll. «Es ist schön, dass unser Sport nun auch in der Romandie boomt.» Für die Schweizer sei es ein Erfolg, gegen die zwei besten Länder der Welt erst im Penaltyschiessen zu verlieren. «Unser Ziel ist es, langfristig noch näher an diese zwei Nationen zu kommen und zumindest unseren Platz behalten zu können.»

Wolf führt zusammen mit einem Partner gemeinsam in Olten ein Grafikerbüro. Nach einer kurzen Pause beginnt bereits am 17. Mai das Sommertraining für die kommende Saison 2016/2017.

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