Ein Saisonstart nach Mass mit zwei sechs Punkten aus zwei Spielen. Dann ein riesiger Durchhänger mit bloss zwei Zählern aus zehn Spielen und vor der Winterpause doch noch vier Punkte aus den letzten zwei Partien. Mit den eingefahrenen zwölf Punkten reichte es für den FC Wangen gerade Mal für den 13. und vorletzten Tabellenrang. So lässt sich die bisherige Ausbeute aus der Saison 2015/16 des FC Wangen im Telegrammstiel resümieren.

Nach dem Motto „Todgesagte leben länger“ wurde beim Erstligisten die Rückrunde mit dem klaren Ziel „Ligaerhalt“ vorbereitet. Mit dem neuen Trainer Dariusz Skrzypczak und einem verstärkten, so hofft man wenigstens, Spielerkader soll das Unterfangen in die Tat umgesetzt werden. Dazu braucht es allerdings eine konstantere zweite Saisonhälfte als noch in der Vorrunde. Nur drei Vollerfolge gab es zu verzeichnen, einen davon gegen den ersten Gegner im neuen Jahr, die Basler Black Stars. Auch im Vorbereitungsturnier traf man auf dem Buschweilerhof auf diesen Gegner und vermochte ihn zu bezwingen. Sollte sich das Sprichwort, wonach aller guten Dinge drei sind, für die Wangner bewahrheiten?

Nach Handspenalty in Rücklage

Diesmal nein. Man war sich bei den Verantwortlichen bewusst, dass es ein schwerer Gang nach Basel sein würde, waren doch auch die ebenfalls in den Abstiegskampf involvierten Vereine in der Winterpause nicht untätig geblieben. Und zu denen zählte bisher auch Black Stars. Mit ihrer aggressiven Spielweise zeigten die Gastgeber gleich in der Anfangsphase des Spieles, mit welcher Einstellung sie diese auch für sie eminent wichtige Partie anzugehen gedachten. Ihr Vorhaben konnten die Platzherren denn auch in die Tat umsetzen. Die Wangner hatten etwelche Mühe, ihrerseits ins Spiel zu finden. Eine erste Aufregung im Strafraum der Besucher entstand, als der Assistent an der Linie eine Abseitsstellung signalisierte, welche vom Hauptschiedsrichter jedoch ignoriert wurde und zu einer äusserst heiklen Situation führte, allerdings ohne Auswirkung. Noch vor Ablauf einer halben Stunde wurde dann aber das Konzept der Gäste, möglichst kein Gegentor zu kassieren, durchkreuzt. Ein unnötiges und sicherlich auch unabsichtliches Handspiel von Faton Hajdari im Strafraum führte zu einem Strafstoss. Routinier Rodriguez liess sich die Chance nicht entgehen und brachte mittels Penalty sein Team in Führung. Dieser ärgerliche und unnötige Rückstand führte seitens der Wangner zu einer Reaktion. Ein Erfolg blieb allerdings aus. Die beste Möglichkeit zum Ausgleich blieb in der vielbeinigen heimischen Abwehr hängen.

Wortkarger Debütant

Nach dem Seitenwechsel wollten die Besucher mit einer Temposteigerung dem Spiel eine Wende geben. Die Bemühungen blieben jedoch erfolglos, hatte doch die Abwehrkette der Black Stars die Wangner Stürmer gut im Griff. Im Gegensatz zu der Hintermannschaft der Gäste. Diese liess in der 57. Minute den vorpreschenden Mumenthaler gewähren, der mit einem satten Schuss in die weitere Ecke das 2:0 erzielte. Der eingewechselte Jukic hatte mit seinem Kopfball im Anschluss an einen Eckball kein Glück, flog doch der Ball knapp über die Querstange. Der Anschlusstreffer blieb den Gästen, selbst in der Nachspielzeit mit der bislang besten Möglichkeit, erneut durch Jukic, verwehrt.

Verständlicherweise hatte sich der neue Wangner Trainer Dariusz Skrzypczak seinen Einstand anders vorgestellt. So zeigte er sich denn auch eher Wortkarg und meinte kurz und bündig: „Wir kamen nie richtig ins Spiel und mussten dem Ball meist hinterher laufen. In der Vorwärtsbewegung hatten wir zudem zu viele Ballverluste, was nach dem 0:2 Rückstand ein zu grosses Handicap war.“