Wangen bei Olten
Schweizer Holz und Solarzellen: Der Bau des Werkhofs geht in die Endphase

Der kantonale Werkhof in Wangen bei Olten ist fast fertig. Bald soll die Schlüsselübergabe stattfinden. Das Gebäude entspricht dem Minergie-P-Eco Standard.

Sophie Deck
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Gebaut aus Recycling-Beton und Schweizer Holz und umgeben von Recycling-Kies: Der neue Werkhof in Wangen bei Olten.

Gebaut aus Recycling-Beton und Schweizer Holz und umgeben von Recycling-Kies: Der neue Werkhof in Wangen bei Olten.

Bild: Bruno Kissling

Vor knapp einem Jahr wurde mit dem Bau des neuen kantonalen Werkhofs in Wangen bei Olten begonnen. Der Grund: Der bisherige kantonale Werkhof in Härkingen war nicht mehr zeitgemäss, entsprach also nicht den heutigen Anforderungen an einen Werkhof.

Nun geht der Bau des neuen Gebäudes bereits in die Endphase. Der Werkhof ist zu 90 Prozent fertig, wie das Hochbauamt Kanton Solothurn auf Anfrage informiert. Die Schlüsselübergabe ist für den 24. Juni geplant.

Der Komplex besteht aus dem Hauptgebäude, in dem sich die Büros der Werkhofmitarbeiterinnen und -mitarbeiter befinden, 2 Silos, in denen das Salz zum Salzen der Strassen aufbewahrt wird und einem Tank, der zum Befüllen der Salzfahrzeuge verwendet wird. Auf der leeren Fläche um das Hauptgebäude herum werden Materialien gelagert und angeliefert.

Von aussen ist das Gebäude nun fertig. Lediglich innen muss noch einiges gemacht werden – noch sind nicht alle Räume ganz fertig und es fehlt einiges an Technik, informiert das Hochbauamt. Ausserdem bringe man noch den Platz um das Gebäude herum auf Vordermann – dieser beinhaltet Parkplätze für Mitarbeiter sowie Besucher.

Bruno Kissling

Neuer Werkhof wird weniger Energie verbrauchen

Der neue Werkhof wird modern, und zwar nicht nur optisch: Der Komplex wird dem Minergie-P-Eco Standard entsprechen, der von den Vereinen Minergie und eco-bau festgelegt worden ist. Das heisst, dass der Werkhof 30 Prozent weniger Energie verbrauchen wird als er nach geltenden Energievorschriften dürfte. Auch werden, um diese Energie zu erzeugen, keine fossilen Brennstoffe (Braunkohle, Steinkohle, Torf, Erdgas und Erdöl) verwendet.

Um diese Vorgaben zu erfüllen, hat das Hochbauamt beim Bau mehrere Massnahmen ergriffen: Als Materialien wurde Recycling-Beton verwendet, Schweizer Holz und Recycling Kies für den Boden. Das Hauptgebäude wird mit einer Wasser-Wärmepumpe geheizt und hat Solarzellen auf dem Dach. Und die Arbeitsfahrzeuge werden mit gesammeltem Regenwasser gereinigt.

Der Bau würde durch diese Massnahmen zwar etwas teurer, doch dem Amt sei es das Wert «im Sinne des Nachhaltigkeitsgedankens», wie es auf Anfrage schreibt. Bis jetzt wurden für den Bau 4,2 Millionen Franken ausgegeben, 7,8 Millionen stehen insgesamt zur Verfügung.

Im Kanton Solothurn gibt es schon mehrere Neubauten, die ebenfalls dem Minergie-P-Eco Standard entsprechen, so zum Beispiel jener des BBZ Solothurn-Grenchen, jener der Fachhochschule (FHNW) in Olten und jener des Bürgerspitals Solothurn.

Werkhof und Kreisbauamt unter einem Dach

Ein anderer Vorteil am neuen Werkhof: Das Gebäude ist grösser als das in Härkingen. So kann es 30 Mitarbeiter beherbergen. Das schliesst neben den Werkhofmitarbeitern auch die Mitarbeiterinnen und -mitarbeiter des Kreisbauamtes Olten ein.

Während der Werkhof sich um den Unterhalt der Strassen im Raum Olten kümmert, erledigt das Kreisbauamt administrative Arbeiten, die damit zusammenhängen. Es sei praktisch, wenn die beiden nun zusammen unter einem Dach arbeiten, bestätigt das Hochbauamt.

Der Bau des Werkhofs in Olten laufe absolut nach Plan und somit sei das Hochbauamt zuversichtlich, dass auch die Schlüsselübergabe wie geplant stattfinden könne. Bis dahin läuft der ganze Betrieb noch in Härkingen weiter und wird dann ab dem 24. Juni Schritt für Schritt nach Wangen bei Olten verlegt werden.

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