Wangen bei Olten
Nach Volks-Nein zu Unterführung: Auch Dorfzentrum kritisch prüfen

Das Stimmvolk in Wangen bei Olten sagt mit über 70 Prozent Nein zu einem Neubau der Unterführung. Wie soll es nun mit dem geplanten Dorfzentrum weitergehen?

Fabian Muster
Fabian Muster
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In der Danzmatt rund um den bisherigen Pfefferlihof könnte das neue Dorfzentrum zu stehen kommen.

In der Danzmatt rund um den bisherigen Pfefferlihof könnte das neue Dorfzentrum zu stehen kommen.

Bruno Kissling

Über 70 Prozent der Stimmberechtigen wollen die alte Unterführung nicht durch einen Neubau ersetzen. Sie sind der Meinung, dass das bisherige Bauwerk seinen Zweck weiterhin erfüllt. Dies, obwohl Gemeindepräsidentin Daria Hof von einer einmaligen Chance sprach, da Wangen bei Olten unter dem Strich im besten Fall weniger als die Hälfte der Gesamtkosten des Neubaus bezahlt hätte. Nun haben sie und der Gemeinderat, der mehrheitlich hinter dem Projekt stand, eine Ohrfeige erhalten: Eine klare Mehrheit will die Millionen lieber anders ausgeben – wenn überhaupt. Denn über die nötigen Investitionen in die Schulinfrastruktur wird auch das Stimmvolk wieder das letzte Wort haben. Dannzumal könnte sogar eine Steuererhöhung drohen, was mit der neuen Unterführung nicht der Fall gewesen wäre.

Wie weiter? Es ist nun sicher richtig, dass auch das geplante Dorfzentrum noch einmal kritisch geprüft wird, wie die Gemeindepräsidentin gestern ankündigte. Ob der bisherige Dorfkern aufgewertet werden kann, wie dies die Gegner des neuen Dorfzentrums behaupten, ist das eine – auch wenn dies anscheinend schon einmal angeschaut wurde. Ebenso prüfenswert ist, ob die vielen Neuzuzüger, die mit den vorgesehenen Wohnungen im Dorfzentrum nach Wangen bei Olten ziehen, die Schulinfrastruktur nicht noch stärker belasten – und damit zusätzliche Investitionen nötig machten.