Wangen bei Olten
Busbetrieb Olten Gösgen Gäu ist nach zwei Jahren Corona bei den Fahrgastzahlen noch nicht ganz auf Kurs

Seit Anfang der Coronapandemie konnte der Busbetrieb Olten Gösgen Gäu die Anzahl Fahrgäste im vergangenen Geschäftsjahr verbessern und die Jahresrechnung mit einem Gewinn abschliessen. Auf der Direktionsetage gibts einen Führungswechsel.

Lavinia Scioli
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Nach den Coronabeschränkungen wird wieder vermehrt der öffentliche Verkehr benutzt.

Nach den Coronabeschränkungen wird wieder vermehrt der öffentliche Verkehr benutzt.

Bruno Kissling (Archiv)

Der Busbetrieb Olten Gösgen Gäu rechnete mit einer «schleppenden» Rückkehr der Fahrgäste nach den Coronawellen und den Einschränkungen. 2020 folgte mit 5'425'977 Fahrgästen ein Einbruch (2019 waren es noch 7'263'715). Im vergangenen Jahr konnte die Zahl der Fahrgäste um 7,2 Prozent auf 5'817'671 gesteigert werden. Im Vergleich zum Rekordjahr 2019 sind dies 19,9 Prozent weniger transportierte Gäste, wie dem Geschäftsbericht 2021 zu entnehmen ist.

Homeoffice-Pflicht und Einschränkungen bei Freizeitaktivitäten oder Restaurantbesuchen hätten auf die Fahrgastzahl auch im vergangenen Jahr Auswirkungen gehabt und dann aber wieder zugenommen. Künftig werde man sich mit den Verhaltensänderungen wie etwa dem vermehrten Homeoffice auseinandersetzen.

Im Vergleich zum Jahr 2020 konnten die Verkehrserträge auf 8'076'622 Franken (2,4 Prozent) gesteigert werden. Diese Zunahme entspreche nicht dem Fahrgastwachstum, weil während Corona mehr Einzeltickets und weniger Abonnemente gekauft worden seien. Daher versuchte man die Kundschaft durch ein Monatsabonnement zurückzugewinnen.

Nachtangebot wird nicht mehr von den Gemeinden finanziert

Der Busbetrieb Olten Gösgen Gäu schreibt im Jahr 2021 durch aufgelöste Rückstellungen einen Gewinn von 211'390 Franken.

Das Nachtangebot wurde ab dem Fahrplanjahr 2022 im Kanton Solothurn ins Grundangebot überführt und nicht mehr von den Gemeinden selbst bestellt und finanziert.

Roman Fischer wird am 1. Juli der neue Direktor des Busbetriebs Olten Gösgen Gäu.

Roman Fischer wird am 1. Juli der neue Direktor des Busbetriebs Olten Gösgen Gäu.

zvg

Die Fahrgastzahlen seien coronabedingt etwas zurückgegangen, die Fahrplanunterbrüche habe man 2021 so kurz wie möglich gehalten. Daher seien die Zahlen von 2019 fast erreicht worden. Auf der Strecke N57 zwischen Olten und Niedergösgen sei die Anzahl Fahrgäste trotz Coronaeinschränkungen übertroffen worden.

Bei der Pünktlichkeit gebe es noch Verbesserungspotenzial. Die Verspätungen seien auf die Überlastung des Strassenraums und den diversen Baustellen zurückzuführen, heisst es.

Toni von Arx gibt sein Mandat Ende Juni ab.

Toni von Arx gibt sein Mandat Ende Juni ab.

Urs Huber

Roman Fischer wird neuer Direktor und tritt per 1. Juli die Nachfolge von Toni von Arx an. Neu in den Verwaltungsrat gewählt wurden Daria Hof und Peter Frei. Sie ersetzen den anfangs November verstorbenen Max Zülli und Markus von Arx, der sich nicht mehr zur Verfügung gestellt hatte.