Olten
Walter Kohler: «Am liebsten morgen schon beginnen»

Nach dem Abbruch des alten Kantonspolizeipostens bekommt die markante Häuserzeile an der Aare gegenüber des Bahnhofs Olten ein neues Gesicht. Die Projekte zu Neubau Wohn- und Geschäftshaus Amthausquai-Jurastrasse wurden vorgestellt.

Urs Huber
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Projekte zu Neubau Wohn- und Geschäftshaus Amthausquai-Jurastrasse in Olten vorgestellt
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2. Rang: Brügger Architekten AG, Thun.
3. Rang: Edelaar Mosayebi Inderbitzin AG ETH SIA, Zürich.
Auch im Wettbewerb: Werk 1 Architekten und Planer, Olten;…
...Lussi + Halter, Partner AG, Luzern, sowie…
...ssm Architekten AG,Solothurn.

Projekte zu Neubau Wohn- und Geschäftshaus Amthausquai-Jurastrasse in Olten vorgestellt

Zur Verfügung gestellt

Als Besitzerin und Investorin lud die Personalfürsorgestiftung der Ärzte und Tierärzte (PAT) Architekten zum Wettbewerb ein, nun ist das Siegerprojekt für den Neubau Wohn- und Geschäftshaus Amthausquai-Jurastrasse erkoren worden. Im 10. Stock des Stadthauses sind bis zum 21. Juli alle sieben eingereichten Projekte ausgestellt.

Am Anfang nicht begeistert

An der Vernissage begründete das Preisgericht seinen Entscheid, der, wie Pius Flury (Solothurn), Verfahrensbegleiter, nach intensiven Diskussionen einstimmig gefallen war. Zwei Herausforderungen seien durch die sieben geladenen Architekturbüros zu bewältigen gewesen: Zum einen die Konzipierung und Gestaltung eines Wohn- und Geschäftshauses in vornehmlich städtischer Umgebung und zum andern der Standort selbst.

Die PAT sei zu Beginn zwar nicht sehr erfreut gewesen über die vom Kanton auferlegte Wettbewerbspflicht, sagte PAT-Geschäftsführer Walter Kohler. Aber nun sehe er: Das Verfahren habe sich mehr als gelohnt. «Wir werden das Siegerprojekt weiterverfolgen.» In Sachen Baubeginn meinte er: «Am liebsten schon morgen.» Bis zum Spatenstich dauert es jedoch noch zwei, drei Jahre. Als Nächstes wird der Gestaltungsplan angegangen.

Wohl proportioniert

Besonders hervorgehoben am Siegerprojekt «Bohemian Rhapsody» wurden etwa die gut proportionierten Eingangshallen zu den Wohnungen sowie die gut zugeschnittenen und attraktiven Grundrisse zu den total 25 Mietwohnungen: Je fünf 2,5 bzw. 4,5-Zimmer-Wohnungen sowie 15 3,5-Zimmer-Wohnungen sieht das Projekt vor.

Pro Etage, so erwähnt die Jury lobend, profitieren zwei Wohnungen vom Blick auf die Aare. Ferner stellte die Jury fest, dass «die klare Bauform, die vorgesehene Materialisierung und die Anordnung der Erschliessungskerne auf günstige Baukosten schliessen lassen.» Auch würden die in den Ecken angeordneten Loggien und die abgestufte Verputzebene eine Tiefe entstehen lassen, welche «gekonnt die Profilierung des Aarhofs aufnimmt». Insgesamt handle es sich um einen sorgfältig aufgebauten und durchgearbeiteten Entwurf; dies in städtebaulicher wie in funktionaler und wirtschaftlicher Hinsicht.

Zu den Rängen 2 und 3

Ungünstig schätze das Preisgericht beim auf Rang 2 klassierten Projekt den architektonischen Ausdruck ein. «Die Architekten scheinen die für den Wohnungsbau typischen und definierenden Elemente wie Aussenräume, Aussicht oder identitätsstiftende Eingangssituation zu negieren.» Und das im 3. Rang klassierte Projekt wird als «überinstrumentiert» taxiert. Dem Projekt fehle die Angemessenheit. Die darin vorgeschlagene Wohnungsgrösse etwa eigne sich weniger für Miet- denn für Eigentumswohnungen.