Region Olten

Wald- und Umweltschule steht vor ungewisser Zukunft

«Naturerfahrung ist für die seelische, körperliche und geistige Entwicklung des Menschen von zentraler Bedeutung», teilt der Verein Wald- und Umweltschule mit. (Symbolbild)

«Naturerfahrung ist für die seelische, körperliche und geistige Entwicklung des Menschen von zentraler Bedeutung», teilt der Verein Wald- und Umweltschule mit. (Symbolbild)

Der Verein Wald- und Umweltschule hat in Arbeitsgruppen nach Möglichkeiten gesucht, das bisherige Angebot für Schulen und Bevölkerung auch nach der Aufhebung der Fachstelle zu erhalten.

Mit der Aufhebung der Umweltfachstelle der Stadt Olten im Rahmen der städtischen Sparbeschlüsse ist nun eine Lücke entstanden: Die bisher von der Umweltfachstelle geführte Geschäftsstelle der Wald- und Umweltschule fehlt, die Angebote an Schulen und Bevölkerung sind infrage gestellt.

Aufgrund dieser Situation hat im September ein Initiativtreffen von Mitgliedern und Sympathisanten des Vereins Wald- und Umweltschule stattgefunden. Es wurden Arbeitsgruppen gebildet, die auf die Generalversammlung des Vereins hin Vorschläge bezüglich der zukünftigen Tätigkeiten, der Organisation und Finanzierung der Wald- und Umweltschule erarbeiten. Es sollen Wege gesucht werden, wie das bisherige Angebot aufrechterhalten werden kann. Dabei stehen Kinder und Jugendliche, nebst Erwachsenen und Familien, als Adressaten im Zentrum. Der Verein will zudem eine Vernetzung mit anderen Organisationen und mit Einzelpersonen prüfen, denen die Vermittlung von Naturerlebnissen und Umweltbildung ebenfalls ein grosses Anliegen ist. Interessenten sind zur Generalversammlung der Wald- und Umweltschule vom 5. November um 19 Uhr im Naturmuseum Olten eingeladen.

Was diese Schule will

«Naturerfahrung ist für die seelische, körperliche und geistige Entwicklung des Menschen von zentraler Bedeutung», teilt der seit 12 Jahren bestehende Verein mit. Bei Kindern, die sich vorwiegend in der digitalen Welt bewegen, die keine Baumhäuser mehr bauen und noch nie in Walderde gewühlt haben, spreche man heute bereits von «Natur-Defizit-Störungen». Eine emotionale Beziehung zur Natur entsteht durch Erlebnisse in der Natur, an die man sich gerne zurückerinnert, und gehöre zu Persönlichkeitsbildung und zur Lebensfreude, zur physischen und psychischen Gesundheit. «Das gilt nicht nur für Kinder, sondern für uns alle.» Seit Jahren werden unter anderem Waldtage für die Oltner Schulen und Exkursionen für die Bevölkerung durchgeführt. (mgt)

Kontakt: Jürg Schlegel, Telefon 062 297 05 10, juerg.schl@bluewin.ch

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