In der Stadt Olten kann auf keinem öffentlichen Platz Basketball gespielt werden. Dies stellt die Oltner SP in einem Vorstoss fest. «Im Sinne der Sportförderung auf Gemeindeebene ist dieses Angebot unbedingt zu ergänzen», schreibt die Fraktion denn auch in der entsprechenden Motion an den Stadtrat, welche vor kurzem eingereicht wurde.

Einen Ort, an welchem die Sportart ausgeübt werden soll, hat die Fraktion in ihrer Motion auch bereits vorgeschlagen: den Vorplatz der Schützi. «Dieser lässt sich ohne nennenswerte bauliche Massnahmen dazu nutzen», heisst es des Weiteren in der Motion. 

Simple Sache

Erstunterzeichner und SP-Gemeindeparlamentarier Luc Nünlist erklärt die Beweggründe: «Basketball ist eine niederschwellige Sportart, zu der Klein und Gross schnell Zugang findet.» Das Anliegen der Fraktion ist klar: «Wir wollen die Bevölkerung zu Bewegung und Sport animieren und damit zur Volksgesundheit beitrage.»

Auf dem Vorplatz der Schützi soll ein Feld mit zwei Körben und entsprechenden Feldmarkierungen entstehen. Wenn es nach Nünlist geht, so soll das eine simple Angelegenheit werden: «Die Körbe sollen wetterfest und gut im Boden verankert sein.» Er selbst ist davon überzeugt, dass sich die finanzielle Investition lohnen würde. Laut Nünlist würde sich diese auf ungefähr 10 000 Franken belaufen.

Schützi-Geschäftsführer ist kritisch

Wie gross ist das Bedürfnis für einen Basketballplatz in der Stadt? Und ist der Vorplatz der Schützi der ideale Standort dafür? Oli Krieg, Geschäftsführer der Schützi, begrüsst die Idee. Trotzdem steht er ihr skeptisch gegenüber. Vor einigen Jahren gab es bereits ein solches Feld vor der Schützi. «Meine Erfahrungen von damals sind sehr schlecht.» Der Platz wurde laut Krieg zwar rege genutzt. Waren die Basketballer aber fertig mit Spielen, räumten sie ihre Sachen nicht auf. «Bei schönem Wetter musste ich jeden Morgen ihren Abfall entsorgen», sagt Krieg rückblickend. «Ich finde, es müsste jemand die Verantwortung für einen solchen Platz übernehmen.» Dieser solle dann für Recht und Ordnung sorgen.

Martin Grütter ist der Präsident der IG Sport Olten, der Interessensvertretung der Oltner Sportvereine. Er ist grundsätzlich positiv eingestellt: «Jedes Projekt, welches dazu anregt, sich sportlich zu betätigen, wird von der IG Sport Olten mit Freude zur Kenntnis genommen und bei Bedarf auch unterstützt.» So auch das öffentlich zugängliche Basketballfeld. Den Schützi-Vorplatz erachtet Grütter als guten Standort: «Er ist zentral gelegen und es besteht eine gewisse Distanz zu Wohnräumen.» Natürlich gebe es dort auch Anwohner. Diese sollten, so Grütter, nach Möglichkeit in das Projekt eingebunden werden, um deren Bedenken zu zerstreuen.

In Olten sind Motionen nach deren Eingang im Gemeindeparlament innerhalb von sechs Monaten vom Stadtrat zu behandeln. Mit der neuen Geschäftsordnung, die ab dem 1. August in Kraft tritt, müssen Motionen innert drei Monaten behandelt und dem Parlament unterbreitet werden. Das Parlament entscheidet dann in der Sitzung darüber, ob das Anliegen unterstützt wird oder nicht.