Unihockey Mittelland
Von Lappeenranta nach Olten – Das Interview mit dem Neuzugang Otto Valavuo

Otto Valavuo will als Neuverpflichtung die Tormaschinerie ankurbeln. Ein Interview.

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«Noch mehr als über ein Tor freue ich mich über einen gelungenen Pass, der zu einem Treffer führt.» Otto Valavuo

«Noch mehr als über ein Tor freue ich mich über einen gelungenen Pass, der zu einem Treffer führt.» Otto Valavuo

BRUNO_KISSLING

Erstmals überhaupt verliess Otto Valavuo (24) seine Heimatstadt Lappeenranta. Die Neuverpflichtung aus Finnland bringt für Unihockey Mittelland vier Jahre Erfahrung aus der Sabandyliga, der höchsten finnischen Spielklasse mit nach Olten. Valavuo äussert sich im Gespräch über seine Heimat Lappeenranta, seine Erwartungen, Ziele und seinen Spielstil.

Was denken Sie: Was erwartet Sie in der Schweiz?

Es gibt viele wunderschöne Orte zu besuchen und ich war überrascht, wie warm es hier dieser Tage ist. Die Leute sind sehr freundlich in der Schweiz. Ich freue mich auf viele grossartige Erlebnisse und Erfahrungen.

Was wissen Sie vom Schweizerischen Unihockey – was über die NLB?

Gemäss dem mir zugetragenen und dem was ich bisher gesehen habe, ist der Spielstiel völlig anders als in Finnland. Die Schweizer pflegen im Vergleich zu den Finnen ein viel laufintensiveres Spiel.

In der NLB wird es ein harter Kampf. Viele Mannschaften haben sich verstärkt – mehrere Finnen werden in der NLB mittun. Aus Sicht von UM kann alles passieren.

Drei Spiele liegen hinter Ihnen. Wie sind Ihre ersten Impressionen der Liga und Ihres Teams?

Ich denke, die Mannschaft findet sich immer besser und mit ein paar zusätzlichen Spielen werden wir uns weiter steigern. Dem Schweizer Spielstiel muss ich mich noch angewöhnen, aber das wird schon. Unser Teamgeist ist ausgezeichnet, das stimmt mich zuversichtlich für den weiteren Verlauf.

Wie zufrieden sind Sie mit Ihrem persönlichen Einstieg in der Schweiz?

Es braucht Zeit bis ich hier mein Potential ausschöpfen kann, denn alles ist neu für mich. Für gewöhnlich agierte ich in Finnland auf der linken Flügelposition – bei Unihockey Mittelland übernehme ich die Rolle als Center. Im letzten Meisterschaftsspiel (gegen Langenthal-Aarwangen Anm. d. Red.) erzielte ich meinen ersten Treffer und ich hoffe, am Wochenende kommt nochmals einer dazu.

Fühlen Sie sich wohl in Olten?

Ja, die Leute sind echt nett und ich habe die kleine, aber feine Stadt in meinem ersten Monat sehr schätzen gelernt.

Sie haben mehrere Jahre im Detailhandel Sportartikel verkauft. Was können Sie als Experte über Fatpipe, den Ausrüster von Unihockey Mittelland sagen? Sind Sie es sich gewohnt mit diesen Stöcken zu spielen?

Da ich während fünf Jahren in diesem Business tätig war, lernte ich Leute von Fatpipe kennen. Zudem spielte ich beinahe meine gesamte Karriere mit Fatpipe-Stöcken, entsprechend schätze ich diese Marke sehr. Weil es eine finnische Marke ist, fühlt es sich für mich an, als würde ich ein Stück meines Heimatlandes mitnehmen.

Nach einem Marketingstudium in Finnland arbeiten Sie nun als Maler in der Schweiz. Wie kommen Sie mit dem ungewöhnlichen Arbeitsfeldwechsel zurecht?

Für mich ist dies eine grossartige Erfahrung. Ausserdem stellt meine Sprachbarriere zum Schweizerdeutschen bei dieser Arbeit kein Problem dar.

Werden Sie bei Unihockey Mittelland die Nummer 24 tragen, weil dies Ihr aktuelles Alter ist?

Seit ungefähr fünf Jahren spielte ich in Finnland mit der Nummer 24. Bloss weil ich denke, dass mir diese Nummer Glück bringt und es meine Lieblingsnummer ist. Es hat also nichts mit meinem Alter zu tun, ist aber witzig, dass die Nummer und mein Alter nun bis im November übereinstimmen.

Sie stossen von der höchsten finnischen Liga zu Unihockey Mittelland und haben zuvor Ihre gesamte Karriere bei NST Lappeenranta verbracht – Wie waren all die Jahre in Lappeenranta?

Ich habe mein ganzes Leben in Lappeenranta, rund 230 km nordöstlich von Helsinki, verbracht. Die letzten vier Jahre spielte ich in der ersten Mannschaft und zuvor durchlief ich sämtliche Juniorenkategorien.

Dieses Team und die Stadt Lappeenranta werden immer einen grossen Platz in meinem Herz einnehmen. Einer meiner Träume war es jedoch in der Schweiz zu spielen. Nach der letzten Saison dachte ich nun sei die Zeit reif, mich in der Schweiz zu versuchen.

Natürlich hatte ich mit anderen Mannschaften regen Kontakt, aber Olten scheint die beste Option für mich zu sein. Die Herausforderung, in einem Team zu spielen, welches um den Aufstieg in die NLA mitspielen könnte, reizt mich ungemein und ich bin überzeugt, dass wir dies schaffen können.

Ausserdem spürte ich, dass die Leute von Unihockey Mittelland sich intensiv darum bemühten mich zu verpflichten. Dies machte mir die Entscheidung leicht. Der Kontakt zu UM kam durch einen Freund von mir zustande, der letztes Jahr ebenfalls in der NLB spielte. Er kannte Leute von UM und so nahmen die Verhandlungen um einen möglichen Transfer ihren Lauf.

Empfahl Ihnen jemand, den Schritt in die Schweizerische Unihockeyliga zu wagen?

Meine Freunde und meine Familie unterstützten mich stark darin, dorthin zu gehen, wo ich nun bin.

Beschreiben Sie Ihre Art, Unihockey zu spielen.

Vermutlich bin ich nicht der Schnellste der Mannschaft. Ich mag es, möglichst oft den Abschluss zu suchen und geniesse es Tore zu erzielen. Aber für mich sind das gesamte Team und dessen Spielphilosophie sehr wichtig.

Ich versuche stets, zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein. Noch mehr als über ein Tor freue ich mich über einen gelungenen Pass, der zu einem Treffer führt. Auf dem Feld versuche ich, meine Grösse und Physis einzusetzen und hart zu spielen. Kommt zu den Spielen, und ihr werdet mehr über meinen Stil herausfinden (schmunzelt)!

In welchem Alter wurde Unihockey zu Ihrer liebsten Passion?

Unihockey ist meine grosse Leidenschaft seit ich 12-jährig bin. Doch ich spielte auch zehn Jahre lang Fussball, Eishockey und viele andere Teamsportarten.

Wie definieren Sie Ihre persönlichen Ziele hier in der Schweiz?

Ich werde mein Bestes geben, um dem Team zu helfen. Mir ist bewusst, dass die Leute viel von mir erwarten. Daher will ich beweisen, meinen Platz bei Unihockey Mittelland verdient zu haben. Nun wollen wir beginnen zu siegen, damit möglichst viele Leute zu unseren Spielen in die Giroud-Olma kommen.

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