Tattoos
Von Initialen bis zum Arschgeweih: Ein Blick unter die Haut

Tattoos sind eine Kunst der speziellen Art. Vor allem im Sommer präsentiert sich der Körperschmuck auffällig auf der Haut. Wir erzählen die Geschichten hinter der Tinte.

Sarah Kunz
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Tätowiererin Nicole Straubinger von «La Rebelle Suisse» bei der Arbeit.

Tätowiererin Nicole Straubinger von «La Rebelle Suisse» bei der Arbeit.

Bruno Kissling

Früher galten sie noch als rebellischer Akt, heute zählen sie zur Körperkunst und sind beinahe überall zu sehen. Die Rede ist von Tätowierungen – oder auf Englisch: Tattoos. Heutzutage sind sie geläufig, gehören beinahe schon zum Alltag. Dave Horvath, Geschäftsführer des Tattoo- und Piercingstudios La Rebelle Suisse in Olten, kennt die Erklärung dafür: «Der Fussball hat Tattoos in der Öffentlichkeit bekannter gemacht», vermutet er. «Kaum ein Fussballer ist nicht von oben bis unten tätowiert.»

Zwar gibt es keine Statistiken, doch Umfragen in anderen westlichen Ländern wie den USA und Deutschland dürften in etwa auch die Situation in der Schweiz spiegeln. Schätzungsweise 15 Prozent der Bevölkerung unter 50 Jahren sind tätowiert. Gar ein Drittel aller Einwohner unter 30. Horvath lehnt sich sogar noch etwas weiter aus dem Fenster: «Ich denke, fast 50 Prozent aller unter 30-Jährigen haben ein Tattoo.» Einigen reicht ein kleiner Schriftzug, der sich gut verstecken lässt, andere verfallen gänzlich dem Suchtpotenzial und tragen die Tinte stolz am ganzen Körper.

«Meine Tattoos haben eigentlich keine grosse Bedeutung. Die Geschichten dahinter sind trotzdem spannend: Ich habe nämlich für kein einziges Geld ausgegeben. Mein Mitbewohner hatte sich eine Tätowiermaschine gekauft und wollte diese ausprobieren. Die Motive entstanden dann spontan. Eigentlich wollte ich am Arm ein U-Boot, weil ich die cool finde. Ich bin zwar weder Taucher noch ein grosser Schwimmer, aber die Unterwasserwelt finde ich faszinierend. Mein Kollege fand ein U-Boot aber nicht so toll und schlug mir stattdessen vor, einen Tiefseetaucher zu zeichnen. Man sieht es kaum, aber auf der Kleidung hat es ein ‹E›. Das steht für Elias, meinen Mitbewohner. Der hat sich sozusagen einfach noch auf mir verewigt. Das Kreuz und der Stern, die ich auch noch habe, stehen für die Gegensätze im Leben sowie für die Geburt und den Tod. Obwohl sie sehr spontan sind, habe ich die Tattoos nie bereut. Wenn mein Mitbewohner im September wieder einzieht, werde ich auch noch weitere machen.»

«Meine Tattoos haben eigentlich keine grosse Bedeutung. Die Geschichten dahinter sind trotzdem spannend: Ich habe nämlich für kein einziges Geld ausgegeben. Mein Mitbewohner hatte sich eine Tätowiermaschine gekauft und wollte diese ausprobieren. Die Motive entstanden dann spontan. Eigentlich wollte ich am Arm ein U-Boot, weil ich die cool finde. Ich bin zwar weder Taucher noch ein grosser Schwimmer, aber die Unterwasserwelt finde ich faszinierend. Mein Kollege fand ein U-Boot aber nicht so toll und schlug mir stattdessen vor, einen Tiefseetaucher zu zeichnen. Man sieht es kaum, aber auf der Kleidung hat es ein ‹E›. Das steht für Elias, meinen Mitbewohner. Der hat sich sozusagen einfach noch auf mir verewigt. Das Kreuz und der Stern, die ich auch noch habe, stehen für die Gegensätze im Leben sowie für die Geburt und den Tod. Obwohl sie sehr spontan sind, habe ich die Tattoos nie bereut. Wenn mein Mitbewohner im September wieder einzieht, werde ich auch noch weitere machen.»

Sarah Kunz
Silas Gotsch (26), Filmproduzent, Basel

Silas Gotsch (26), Filmproduzent, Basel

Sarah Kunz

Die Trends der Motive wechseln ständig. Waren es früher sogenannte Tribals oder chinesische Schriftzeichen, sind es heute beispielsweise Aquarell-Tattoos, Dot-working, bei dem sich das Gesamtbild aus vielen einzelnen Punkten zusammensetzt, oder geometrische Formen.

«Um Aquarell-Tattoos ist es zwar schon wieder etwas ruhiger geworden», sagt Horvath. Immer noch sehr aktuell sei das Lettering. «Vor allem die Namen von Familienmitgliedern lassen sich viele unter die Haut stechen», erzählt der Geschäftsführer des Tattoostudios. Aber nicht nur die Motive, sondern auch die Möglichkeiten der Künstler haben sich weiterentwickelt.

«Man sagt doch immer, die Augen seien der Spiegel zur Seele. Und die Erinnerungen sind das Fenster, durch welches man jemanden sehen kann, wann immer man will. Diesen Spruch und das Auge habe ich mir für meine beste Freundin stechen lassen. Sie war 17 Jahre lang ein sehr grosser Teil meines Lebens und das soll sie auch bleiben. Vor fünf Jahren hat sie sich das Leben genommen und ich vermisse sie auch heute noch jeden Tag. Deshalb die Vögel, die wegfliegen und das Auge, das weint. Zudem finde ich das Motiv des Tattoos einfach passend und es gefällt mir. Auch für meine verstorbene Mutter habe ich mir ein Tattoo stechen lassen. Meine Hündin ist auf meinem anderen Arm verewigt. So trage ich die wichtigen Personen in meinem Leben immer bei mir.»

«Man sagt doch immer, die Augen seien der Spiegel zur Seele. Und die Erinnerungen sind das Fenster, durch welches man jemanden sehen kann, wann immer man will. Diesen Spruch und das Auge habe ich mir für meine beste Freundin stechen lassen. Sie war 17 Jahre lang ein sehr grosser Teil meines Lebens und das soll sie auch bleiben. Vor fünf Jahren hat sie sich das Leben genommen und ich vermisse sie auch heute noch jeden Tag. Deshalb die Vögel, die wegfliegen und das Auge, das weint. Zudem finde ich das Motiv des Tattoos einfach passend und es gefällt mir. Auch für meine verstorbene Mutter habe ich mir ein Tattoo stechen lassen. Meine Hündin ist auf meinem anderen Arm verewigt. So trage ich die wichtigen Personen in meinem Leben immer bei mir.»

Sarah Kunz
 Michele Winterberg (25), Fachfrau Betreuung, Däniken

Michele Winterberg (25), Fachfrau Betreuung, Däniken

Sarah Kunz

Ein Tattoo will gut überlegt sein

Wie eine Tätowierung funktioniert, weiss mittlerweile auch jeder: Mithilfe einer Tätowiermaschine stechen eine oder mehrere Nadeln Tinte oder andere Farbmittel in die zweite Hautschicht. Die Stiche dürfen dabei weder zu tief noch zu oberflächlich sein. Nur, wenn die Farbmittel in der mittleren Hautschicht eingelagert sind, bleibt das Tattoo dauerhaft.

Ungefährlich ist so ein «Eingriff» aber nicht, denn die Stoffe können beispielsweise Allergien oder Infektionen hervorrufen. Zudem will so ein Tattoo gut überlegt sein, nicht selten bereuen Tätowierte ihre Entscheidung im Nachhinein. Dies kann mehrere Gründe haben. Einerseits kann einem das Motiv Jahre später nicht mehr gefallen, andererseits können schlecht gestochene Tattoos verblassen oder verwischen und so vom ursprünglichen Motiv abweichen.

«Ich habe jetzt fast 20 Jahre damit gewartet, aber ich wollte unbedingt meine Narbe am Arm überdecken, die ich von einem Muttermal habe. Nach dieser langen Zeit wollte ich es einfach tun. Das Motiv hat für mich keine grössere Bedeutung. Es ist einfach sehr modern, momentan sieht man ja überall solche Mandalas und Verschnörkelungen. Ausserdem gefällt es mir einfach, auch, weil es sehr dezent ist. Ich hoffe, das ist auch in ein paar Jahren noch so. Mein nächstes Projekt ist auch bereits in Planung. Ich habe schon einen Termin in der Tätowierstube Lalaland in Aarau. Dieses Mal gibt es drei Herzen. Die stehen dann für meine Kinder und mich.»

«Ich habe jetzt fast 20 Jahre damit gewartet, aber ich wollte unbedingt meine Narbe am Arm überdecken, die ich von einem Muttermal habe. Nach dieser langen Zeit wollte ich es einfach tun. Das Motiv hat für mich keine grössere Bedeutung. Es ist einfach sehr modern, momentan sieht man ja überall solche Mandalas und Verschnörkelungen. Ausserdem gefällt es mir einfach, auch, weil es sehr dezent ist. Ich hoffe, das ist auch in ein paar Jahren noch so. Mein nächstes Projekt ist auch bereits in Planung. Ich habe schon einen Termin in der Tätowierstube Lalaland in Aarau. Dieses Mal gibt es drei Herzen. Die stehen dann für meine Kinder und mich.»

Sarah Kunz
Martina Guldimann (36), Mutter und Hausfrau, Lostorf

Martina Guldimann (36), Mutter und Hausfrau, Lostorf

Sarah Kunz

Für die Tätowierer des «La Rebelle Suisse» gibt es deshalb auch Grenzen: «Politische Statements wie beispielsweise ein Hakenkreuz stechen wir grundsätzlich nicht», so Horvath. «Auch von Gesichtstattoos raten wir tendenziell ab.» Obwohl Tattoos in der heutigen Gesellschaft gut akzeptiert seien, könne man sich mit gewissen Motiven noch immer die berufliche Karriere verbauen.

Entfernungen sind teuer

Ebenso wie Tätowierungen im Trend liegen, ist auch die Entfernung der Tinte in den letzten Jahren immer beliebter geworden. Mittels eines speziellen Lasers können Lichtimpulse auf die Haut abgegeben werden, welche die kleinen Farbpigmente zerkleinern, sodass sie vom körpereigenen Lymphsystem abtransportiert werden können. Die Tinte ist dann nicht mehr auf der Haut sichtbar. Solche Laserbehandlungen bietet die Dermatologie-Abteilung der Pallas Kliniken an.

«Obwohl es mein grösstes Tattoo ist, ist es dasjenige, das ich am wenigsten sehe. Eigentlich schade. Von all meinen Tattoos gefällt es mir nämlich am besten. Nicht nur wegen der Zeichnung, die ich selbst angefertigt habe, sondern auch wegen der Bedeutung des Motivs. Der Lotus wächst in schlammigen Gewässern, kämpft sich dort durch den Schmutz und zeigt seine Blüten schliesslich auf der Oberfläche in vollendeter Schönheit. Für mich ist die Blume deshalb eine Metapher für das Leben: Wie der Lotus haben auch wir Menschen die Fähigkeit, aus der Dunkelheit zu erblühen und im Leben zu erstrahlen. Zudem ist er ein Zeichen von innerer Schönheit und Wandlung. Das Tattoo steht also auch dafür, dass man nie weiss, was das Leben bringt und man aus jeder Situation das Beste machen soll. Die Harmonie der Blütenblätter spiegelt die Geometrie eines Mandalas und unterstreicht so meine kreative Seite.»

«Obwohl es mein grösstes Tattoo ist, ist es dasjenige, das ich am wenigsten sehe. Eigentlich schade. Von all meinen Tattoos gefällt es mir nämlich am besten. Nicht nur wegen der Zeichnung, die ich selbst angefertigt habe, sondern auch wegen der Bedeutung des Motivs. Der Lotus wächst in schlammigen Gewässern, kämpft sich dort durch den Schmutz und zeigt seine Blüten schliesslich auf der Oberfläche in vollendeter Schönheit. Für mich ist die Blume deshalb eine Metapher für das Leben: Wie der Lotus haben auch wir Menschen die Fähigkeit, aus der Dunkelheit zu erblühen und im Leben zu erstrahlen. Zudem ist er ein Zeichen von innerer Schönheit und Wandlung. Das Tattoo steht also auch dafür, dass man nie weiss, was das Leben bringt und man aus jeder Situation das Beste machen soll. Die Harmonie der Blütenblätter spiegelt die Geometrie eines Mandalas und unterstreicht so meine kreative Seite.»

Sarah Kunz
Sarah Kunz (25), Redaktorin, Kappel.

Sarah Kunz (25), Redaktorin, Kappel.

Sarah Kunz

Aber auch Tattoo-Entfernungen sind nicht ganz unbedenklich. «Das kann man halt nicht einfach mit einem Radiergummi wieder ausradieren», sagt Christoph Schänzle, Chefarzt Dermatologie der Pallas Klinik. «Es ist sehr aufwendig, sich ein Tattoo entfernen zu lassen», gibt er zu verstehen. «Einerseits können nicht alle Tattoos vollständig entfernt werden, teilweise bleiben helle Hautflecken zurück.»

Ausserdem seien je nach Tätowierung mehrere Behandlungen nötig. Die Grösse und die Farben des Tattoos sind dabei entscheidend. «Schwarz lässt sich leichter entfernen als Rot, Geld oder Grün», erklärt der Dermatologe. Auch wie tief und dicht gestochen wurde, beeinflusst die Anzahl der Behandlungen. «In der Regel sind rund sechs bis zwölf Sitzungen nötig», so Schänzle weiter. Zwischen den einzelnen Behandlungen müsse man dem Körper sechs bis acht Wochen Ruhe geben. «Das kann dann schnell einmal zwei Jahre dauern, bis man sein Tattoo entfernt hat.»

«Ich habe mir die Namen meiner Eltern, meines Bruders und meiner Grosseltern sowie das griechische Wort für Familie tätowieren lassen. Als das Tattoo in Planung war, musste mein Grossvater ins Spital. Ich habe dann kurzerhand den Termin vorverschoben, damit er es noch sehen kann. Eigentlich mag er meine anderen Tätowierungen nicht. Aber bei diesem hat er gesagt, er fände es schön. Kurz darauf ist er leider verstorben. Hinter meinen anderen Tattoos stecken aber nicht so traurige Geschichten. Als ich mit Freunden in Berlin war, wollten wir uns das Tattoo-Studio aus der Sendung «Berlin — Tag & Nacht» anschauen. Weil wir aber vorher etwas getrunken haben, beschloss ich, mich spontan unter die Nadel zu legen. So entstand ein On- und Off-Schalter hinter meinem Ohr.»

«Ich habe mir die Namen meiner Eltern, meines Bruders und meiner Grosseltern sowie das griechische Wort für Familie tätowieren lassen. Als das Tattoo in Planung war, musste mein Grossvater ins Spital. Ich habe dann kurzerhand den Termin vorverschoben, damit er es noch sehen kann. Eigentlich mag er meine anderen Tätowierungen nicht. Aber bei diesem hat er gesagt, er fände es schön. Kurz darauf ist er leider verstorben. Hinter meinen anderen Tattoos stecken aber nicht so traurige Geschichten. Als ich mit Freunden in Berlin war, wollten wir uns das Tattoo-Studio aus der Sendung «Berlin — Tag & Nacht» anschauen. Weil wir aber vorher etwas getrunken haben, beschloss ich, mich spontan unter die Nadel zu legen. So entstand ein On- und Off-Schalter hinter meinem Ohr.»

Sarah Kunz
Jonas Gutherz (23), Isoleur, Hägendorf.

Jonas Gutherz (23), Isoleur, Hägendorf.

Sarah Kunz

Ausserdem sei die Behandlung natürlich eine Kostenfrage: «Kleinere Tattoos kosten zwischen 140 und 220 Franken», so Schänzle. «Grössere können bis zu 600 Franken pro Sitzung kosten.» Die Kosten bewegen sich folglich schnell im vierstelligen Bereich. Zudem sei die Behandlung teilweise schmerzhafter als das Stechen selbst.

Von Jugendsünden trennen

Das Geschäft lohnt sich trotzdem: «Wir machen viele Entfernungen», sagt Schänzle. Früher wurden Tätowierungen meist ganz entfernt. Heute verändern sich die Wünsche: «Unsere Kunden lassen immer öfters Teilentfernungen machen, um dann ein sogenanntes Cover-Up zu stechen.» Mit dieser Methode könne man das ursprüngliche Tattoo beibehalten, eine fehlerhafte Stelle aber ausbessern. Unpräzises Stechen sei ein häufiger Grund, weshalb sich Patienten ihre Kunst wieder wegmachen lassen. «Das Tattoo entspricht dann nicht ihren Vorstellungen», weiss Schänzle.

Oftmals entferne er aber auch Jugendsünden wie «Arschgeweihe» (Tätowierung oberhalb des Gesässes), den Namen eines Verflossenen oder chinesische Zeichen. «Wir sehen es auch immer mehr, dass Leute sich Tattoos aus beruflichen Gründen wegmachen lassen, weil sie beispielsweise zur Polizei wollen», so Schänzle weiter.

«Die römischen Zahlen bedeuten die Geburtstage meiner beiden Schwestern, 25. Juli 1993 und 30. September 1997. Die Rosen stehen für die ewige Liebe und Treue, die ich für sie empfinde. Ausserdem hält so ein Tattoo ja auch ewig, genauso wie meine Familie immer ein Teil von mir sein wird. Wir drei Geschwister haben ein sehr gutes Verhältnis zueinander und sind immer füreinander da. Zudem ist mir meine ganze Familie sehr wichtig. Deshalb ist es wohl mein Lieblingstattoo, obwohl auch die anderen fünf eine grosse Bedeutung für mich haben. Weil ich alle selbst geplant habe und alle eine Geschichte erzählen, habe ich meine Tätowierungen auch nie bereut. Ich werde mir sicher wieder einmal ein Tattoo stechen lassen. Wenn man einmal damit anfängt, kann man nur schwer wieder damit aufhören.»

«Die römischen Zahlen bedeuten die Geburtstage meiner beiden Schwestern, 25. Juli 1993 und 30. September 1997. Die Rosen stehen für die ewige Liebe und Treue, die ich für sie empfinde. Ausserdem hält so ein Tattoo ja auch ewig, genauso wie meine Familie immer ein Teil von mir sein wird. Wir drei Geschwister haben ein sehr gutes Verhältnis zueinander und sind immer füreinander da. Zudem ist mir meine ganze Familie sehr wichtig. Deshalb ist es wohl mein Lieblingstattoo, obwohl auch die anderen fünf eine grosse Bedeutung für mich haben. Weil ich alle selbst geplant habe und alle eine Geschichte erzählen, habe ich meine Tätowierungen auch nie bereut. Ich werde mir sicher wieder einmal ein Tattoo stechen lassen. Wenn man einmal damit anfängt, kann man nur schwer wieder damit aufhören.»

Sarah Kunz
Angela Luppi (23), Kauffrau, Egerkingen.

Angela Luppi (23), Kauffrau, Egerkingen.

Sarah Kunz

Zwar ist die Entfernung jetzt schon ein Trend, doch laut Schänzle werde dieser noch grösser werden: «In den nächsten paar Jahren wird es eine gewaltige Welle geben», ist er sich sicher. Seine Begründung: «Der Mensch und die Welt verändern sich eben.» Wenigstens sei die Entfernung ungefährlich. Es lägen keine Fälle von Hautkrebs oder Allergien vor.

Schänzle warnt trotzdem: «So ein Laser gehört nur in die Hand eines Dermatologen.» Ungefährlich sei eine solche Behandlung nur, solange sie medizinisch korrekt und von einem Fachmann durchgeführt werde. Anders als Tattoos: «Als Hautarzt kann ich Tätowierungen grundsätzlich nicht befürworten», sagt Schänzle. «Wir setzen uns für die Erhaltung der Haut ein und nicht dafür, diese zu gefährden.»