29 Jahre nach dem letzten "Oupi-Oute" hat die Dreitannenstadt mit dem OltenAir wieder ein Musik-Openair. Anders als noch in den 80er-Jahren, wo das Openair vornehmlich am Waldrand zelebriert wurde, findet das Festivaltreiben nun mitten in der Stadt, auf dem Areal der Schützi, statt.

So strömten am Freitag bereits ab dem späten Nachmittag die ersten OltenAir-Gänger in die Oltner Schützenmatte. Wenn auch sich das Geschehen ruhig anliess, so füllte sich das Areal zusehends. Laut den Organisatoren war das Festival am ersten Abend letztendlich ausverkauft. Auf zwei Bühnen, zum Einen die Hauptbühne auf dem Platz vor der Schützi und zum Andern in der Schützi-Halle, traten insgesamt sechs Formationen auf. 

Die Schweizer Nachwuchshoffnungen von Saint Tangerine Convention und Alois machten den Anfang, bevor um 20 Uhr die Aargauer von One Sentence Supervisor mit ihrem Synthie-Rock einen ersten Höhepunkt darstellten. 

Headliner mit Bezug zu Olten

In Sachen Psychedelik und verzerrtem Gitarrensound legten Giöbia aus Italien wenig später mehr als nur eine Schippe drauf. Gespannt durfte man auf Jeans for Jesus, den eigentlichen Höhepunkt des Abends, sein. Ihr elektronisch-futuristischer Indie-Pop in Mundart kam gut an und spätestens als Frontmann Michael Egger eine kleine Ode auf Olten anstimmte und verriet, dass die Berner-Combo ihren ersten Auftritt vor drei Jahren im Coq d'Or in Olten feierte, war das Publikum eingenommen. 

Nun folgte der Nachbarschaft zuliebe und der polizeilichen Bewilligung zufolge der definitive Wechsel in die Schützi-Halle. Dort gaben My Sleeping Karma als Rocker der alten Schule nochmals alles. Wer noch nicht genug hatte, der schwang daraufhin bis zum Morgengrauen das Tanzbein zum Mix von DJ Moritz Gourmet und Animalicious. 

Heute Samstag geht es in die zweite Runde. Mit Baze, Manillio oder Trettmann ist Hip-Hop Trumpf. (ts)