Am Samstag kurz nach dem Mittag staunten die Oltner nicht schlecht, als der riesige Geissbock «Lord» alleine durch die Stadt spazierte. Der Oltner Claude Schoch sah das Tier auf einem Parkplatz und informierte die Polizei. «Mich hat vor allem die Gelassenheit beeindruckt. Er lief über den ganzen Parkplatz und liess sich weder von den Autos noch von den Passanten in irgendeiner Weise stören. Er lief einfach an mir vorbei als ob nichts gewesen wäre», sagt Schoch gegenüber Tele M1.  Eine unbekannte Person fing den Geissbock kurz später ein und band ihn bei der Kirche an einen Zaun.

Mittlerweile ist das Tier wieder zurück in seinem Stall in Däniken bei seinem Herrchen Erich Schindler. Allerdings ist er nicht von dort ausgebüxt, sondern auf der Weide beim Oltner Bahnhof Hammer, und zwar gleich zweimal: «Kaum war ich zuhause, rief mir die Polizei wieder an und teilte mir mit, dass der Geissbock wieder ab und irgendwo in Olten gesichtet worden war», so Schindler.

«Lord» überwand also gleich zweimal am selben Tag den rund 1,5 Meter hohen Zaun. Wie er das angestellt hat, kann Schindler nicht sagen. Aber in seinem momentan Zustand sei der Geissbock ein bisschen «ausser Kontrolle». Erich Schindler sagt dazu: «Im Herbst ist die Decksaison und dann sind die Geissböcke mit den Hormonen voll auf Testosteron, es herrscht also Ausnahmezustand. In dieser Zeit nehmen die Böcke extrem ab und fressen zum Teil fast gar nichts mehr. Sie haben dann nur noch die Frauen im Sinn.