Schulevaluation Hägendorf

Volksschulamt: «Massnahmen an der Primarschule gibts auf jeden Fall»

Yolanda Klaus: «Das grösste Problem des Lehrermangels ist,dass Prognosen kaum möglich sind.»

Yolanda Klaus: «Das grösste Problem des Lehrermangels ist,dass Prognosen kaum möglich sind.»

Beim Kanton gibt man sich bedeckt, ob und wie viele Ampeln in Hägendorf auf Rot gestellt werden. Massnahmen an der Primarschule gebe es aber auf jeden Fall, so Yolanda Klaus, stellvertretende Amtschefin im kantonalen Volksschulamt.

Wieso durfte Hägendorfs Gemeindepräsident Albert Studer den Bericht der externen Schulevaluation zurückweisen? Das ist ja eigentlich gar nicht vorgesehen.

Yolanda Klaus: Zurückweisen ist der falsche Ausdruck. Albert Studer konnte den Fachbericht der externen Schulevaluation, verfasst von Experten der pädagogischen Hochschule der Fachhochschule Nordwestschweiz, gar nicht zur Überarbeitung zurückweisen. Ein Fachbericht bleibt ein Fachbericht.

Was wird dann von der Gemeinde bestritten?

Von der Gemeinde angezweifelt wird die Beurteilung der Feststellungen. Die Ausführungen werden anders gewichtet.

Das heisst, die Beurteilung wird angepasst?

Nein. Die Abteilung Steuerung und Aufsicht des Volksschulamtes hat die Gemeinde- und Schulverantwortlichen für Dienstagabend zum Gespräch eingeladen. Dies mit dem Ziel, erste Massnahmen festzulegen, um die festgestellten Defizite wirksam zu beseitigen. Der Fachbericht bildet die Voraussetzung für diesen schul- und gemeindeinternen Verbesserungsprozess, zu dem wir vonseiten Departement informieren, wenn der Prozess abgeschlossen ist. Massnahmen an der Hägendörfer Primarschule gibts somit auf jeden Fall, das wird von der Gemeinde auch nicht bestritten. Nur wie diese Massnahmen aussehen, darauf müssen wir uns einigen können.

Wie viele rote Ampeln gibts in der Beurteilung?

Zum jetzigen Zeitpunkt kann ich dazu nichts sagen. Die Kommunikation der
Ergebnisse ist Sache der Gemeinde.

Hat Albert Studer kraft seines Amtes als Kantonsratspräsident Druck ausgeübt auf den Kanton, den Bericht abändern zu lassen?

Nein.

Was lernt der Kanton aus dem Fall Hägendorf?

Die Behörden von Hägendorf konnten ihre Sicht der Dinge nirgends verbindlich einbringen. Es braucht dazu ein verbessertes Uneinigkeitsverfahren.

Was passiert mit dem offenen Brief an Bildungsdirektor Remo Ankli?

Wenn ein Brief bei Herrn Ankli eingeht, wird dieser ihn beantworten.

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