Bei diesem regnerisch-kühlen Wetter ist ein Schwumm im Freibad nicht das erste, woran man denkt. Und die Eisheiligen stehen uns in diesem Jahr erst noch bevor. Doch zumindest für diesen Mittwoch, wenn die Saison im Oltner Freibad beginnt, hat Badmeister Thomas Müller bei Petrus schönes Wetter bestellt, sagt er bei der Begrüssung lachend und bittet ins warme Büro.

Die Prognose lautet gemäss dem Wetterdienst MeteoSchweiz: Sonnenschein bei 19 Grad. Das aufgeheizte Schwimmbecken wird aber trotzdem mehr anzeigen. Die gestern Morgen gemessenen 21,5 Grad sollen laut dem Badmeister bis morgen Mittwoch auf 23 Grad ansteigen.

Trotz der noch nicht ganz passenden Witterung: Die Oltner dürfen sich auf die neue Saison freuen. Verschiedene Neuerungen warten auf die Badibesucher. Die spektakulärste ist sicher die neue blaue Rutsche mit drei Jumps, auf der vor allem jüngere Besucher auch zu zweit rutschen können (wir berichteten). «Das ist eine typische Familienrutsche, sie gehört zur einfachen Kategorie», sagt Müller und verneint eine grössere Unfallgefahr.

Auch für die Jüngsten wird es ein Highlight geben: Die neue Hüpfburg, die derzeit von China aus unterwegs ist und noch im Mai eintreffen soll. Die Stammgäste dürfen sich auf die vermietbaren Saisonkabinen freuen, die nun per Code und nicht mehr per Schlüssel zugänglich sind. Zudem wird neu eine Jahreskarte für Badi und Hallenbad angeboten, die günstiger ist als zwei separat gelöste Saisonkarten (wir berichteten).

Neuer Standort für Enzo-Möbel

Für einen Farbtupfer sorgen auch die sechs Enzo-Möbel, die zumindest für diese Sommersaison wohl ihren definitiven Platz zwischen den Palmen gleich beim Eingangsbereich der Badi und neben dem Beachvolleyball-Feld gefunden haben. Über die kältere Jahreszeit standen sie vor der Schützi.

Dort waren sie Littering und Verschmutzung ausgesetzt, sodass Müller in Absprache mit seinem Vorgesetzten in der Baudirektion entschied, sie in die Badi zu holen. «Die Enzo-Möbel sorgen für den nötigen Farbtupfer, sind hier sicher und werden gepflegt», freut sich Müller über die «glückliche Fügung». Im letzten Sommer sorgten die durch Crowdfunding finanzierten und der Stadt Olten geschenkten Möbel allerdings für rote Köpfe: Dies, weil die auf Initiative des Stadtmagazins «Kolt» angeschafften Sitzmöbel die Kirchgasse aufwerten sollten, wo sie die Stadtverwaltung partout nicht haben wollte (wir berichteten).

Der Blick nach vorne zeigt, dass in der Badi Olten auch künftig investiert werden soll. «Es gibt einen Sanierungsstau», gibt Müller zu. Angedacht ist, dass das Schwimmerbecken aus Beton saniert und mit Edelstahl aufgerüstet werden soll, was hygienischer und langlebiger wäre. Damit sollte auch die Algenbildung, die es Ende letzter Saison wegen der Löcher im Beton zum Teil gegeben hat, der Vergangenheit angehören.

Dereinst eine Badi mit Sauna?

Und hätte Badmeister Müller einen Wunsch frei, würde er in Olten eine öffentliche Sauna wollen. «Das Grobkonzept ist schon vorhanden, nun müsste nur noch jemand die Sache in die Hand nehmen», sagt Müller, der ausgebildeter Saunameister und überzeugt davon ist, dass dies ein Bedürfnis in der Bevölkerung wäre.