Dulliken SO
Vermieter der Dulliker Bäckerei: «Sie haben die Miete immer bezahlt»

In der Dulliker Grossbäckerei kreuzten Beamte innerhalb eines Jahres dreimal wegen Schwarzarbeit auf. 15 illegal Beschäftigte wurden bei Razzien aufgegriffen. Jetzt spricht der Vermieter der Liegenschaft.

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«Mir persönlich geben sie keinen Grund zum Klagen», sagt Bruno Kammermann gegenüber Tele M1. Er ist Vermieter der Liegenschaft, in der die umstrittene Dulliker Grossbäckerei wiederholt illegale Arbeiter aus dem Ausland beschäftigt. "Sie haben die Miete immer pünktlich überwiesen», sagt er weiter.

Kammermann weiss, dass seine Mieter schon mehrmals mit dem Gesetz in Konflikt gekommen sind. Der Liegenschafts-Vermieter war auch bei der behördlichen Kontrolle von vergangener Woche vor Ort, als Beamte bei der dritten Kontrolle wiederum fünf Schwarzarbeiter erwischt hatten.

Bruno Kammermann sieht noch immer das Gute in seinen Mietern: «Die Betreiber standen fast unterwürfig vor mir. Sie haben mir leidgetan. Ich hätte sie zu diesem Zeitpunkt niemals auf die Strasse stellen und die Liegenschaft abschliessen können.»

Am Montag äusserte sich bereits Samuel Hiestand, der Stiefsohn des Gipfeli-Königs Fredy Hiestand, zum Fall. «Das Gesetz bedeutet den Besitzern überhaupt nichts. Das ist eine ziemliche Mafia», sagte Samuel Hiestand, der während eines halben Jahres an dem Unternehmen beteiligt war.

Auch am Dienstag war von der Geschäftsleitung vor Ort niemand auffindbar, auch auf Telefonanrufe wurde nicht reagiert. Das Solothurner Amt für Wirtschaft und Arbeit, zuständig für die Bekämpfung von Schwarzarbeit, kündigte eine saftige Busse an: «Irgendwann sind die Strafen, die wir aussprechen, abschreckend genug, dass es nicht mehr passieren sollte», hofft Jonas Motschi, Leiter des Amts. (sha/ldu)