Alpiq Versorgungs AG
Verkauf der Oltner Beteiligung ist noch offen

Die Beteiligung der Alpiq an der Alpiq Versorgungs AG (Avag) steht zum Verkauf. An einem Kauf interessiert sind unter anderem auch die Städtischen Betriebe Olten. Um den dreistelligen Millionenbetrag aufbringen zu können, sind die sbo für ihre Offerte eine Partnerschaft eingegangen.

Beat Nützi
Merken
Drucken
Teilen
Veräussert nicht strategische Beteiligungen und tilgt damit Schulden: der Energiekonzern Alpiq.

Veräussert nicht strategische Beteiligungen und tilgt damit Schulden: der Energiekonzern Alpiq.

KEYSTONE/GAETAN BALLY

Die Alpiq-Beteiligung an der Alpiq Versorgungs AG (Avag), die in der Region Olten rund 30'000 Endkunden mit Strom versorgt, steht zum Verkauf. «Zu diesem Verkauf gibt es noch nichts zu sagen», stellte am Donnerstag Alpiq-Sprecher Andreas Meier auf Anfrage fest. Die Alpiq führe den Verkaufsprozess geordnet weiter und werde die Öffentlichkeit informieren, sobald etwas Konkretes vorliege.

Zu den Kaufinteressenten gehören auch die Städtischen Betriebe Olten (sbo), die schon heute zusammen mit der Avag die grosse regionale Energieversorgerin a.en (Aare Energie AG) mit rund 120 Beschäftigten besitzen. Die Avag wurde 2000 aus der damaligen Atel ausgegliedert und besitzt die Hälfte der a.en, die andere Hälfte ist im Besitz der sbo.

Beim Bestreben, die Alpiq-Beteiligung an der Avag zu kaufen, wird die sbo mit Verwaltungsratspräsident Ernst Zingg an der Spitze unterstützt von den 18 Gemeinden in der Region Olten, die an der Avag beteiligt sind oder mit ihr zusammenarbeiten.

Um den dreistelligen Millionenbetrag in der Höhe von geschätzten 200 bis 300 Millionen Franken für den Kauf stemmen zu können, sind die sbo für ihre Offerte eine Partnerschaft eingegangen. Zu dieser könne er derzeit nichts sagen, erklärte Ernst Zingg am Donnerstag auf Anfrage. «Ich habe eine Vertraulichkeitserklärung unterschrieben, an die ich mich zu halten habe.» Zingg ist jedoch hinsichtlich der Offerte der sbo (+) guten Mutes: «Wir sind voll dabei!»

Der nun realisierte Verkauf der Solothurner AEK und die bevorstehende Veräusserung der Oltner Avag gründet in der Absicht der bisherigen Besitzerin, der Alpiq, ihre Nettoverschuldung weiter zu reduzieren. Oberste Priorität beim laufenden Konzernumbau habe die Sicherstellung der Kapitalmarktfähigkeit.