Mordfall Dulliken
Verdächtiger im Mordfall Dulliken sitzt schon seit einem halbem Jahr in U-Haft

Der 50-jährige Serbe, der 1993 in Dulliken einen Rentner getötet haben soll, sitzt immer noch in Untersuchungshaft. Der Tatverdächtige wurde im Dezember 2012 festgenommen und in Untersuchungshaft gesetzt.

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Das Untersuchungsgefängnis Solothurn.

Das Untersuchungsgefängnis Solothurn.

Hanspeter Bärtschi

Das Solothurner Haftgericht hat mittlerweile die Inhaftierung auf Antrag der Staatsanwaltschaft bereits einmal verlängert. «Dies in Anbetracht des dringenden Tatverdachts und wegen Flucht- und Kollusionsgefahr», erklärt Cony Zubler, Medienbeauftragte der Solothurner Staatsanwaltschaft. Schon bald, Anfang Juni, wird die Staatsanwaltschaft darüber befinden, ob sie beim Haftgericht ein weiteres Mal eine Verlängerung der U-Haft beantragt.

Der 50-jährige Serbe soll am 1. August 1993 in Dulliken einen Rentner überfallen und derart misshandelt haben, dass er qualvoll erstickte. Die Staatsanwaltschaft hat Indizien, dass derselbe Täter für einen zweiten bisher ungeklärten Mord verantwortlich sein könnte. Im Dezember 1994 war ein Mann in Olten bei einem Brandanschlag ums Leben gekommen. Nach wie vor offen ist, wann die Staatsanwaltschaft ihre Untersuchungen abschliessen wird.

Ein ebenfalls im Dezember 2012 verhafteter zweiter Tatverdächtiger, ein 62-jähriger Serbe, musste im Januar 2013 aus der U-Haft entlassen werden. Er hatte beim Obergericht erfolgreich gegen eine Fortsetzung seiner Inhaftierung Beschwerde erhoben. (sff)

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