Die Aufregung ist gross; die Meinungen auf der Facebookgruppe Olten gehen weit auseinander. Worüber? Weswegen? Die Stadt Olten hat jüngst in zwei Parkanlagen alte Hundeverbotstafeln durch eine Wortbotschaft ersetzt. Die Stadt sei auf die nicht mehr lesbaren Schilder aufmerksam gemacht worden, so Oltens Stadtschreiber Markus Dietler auf Anfrage.

Nun steht zu lesen: «Verboten ist das Mitführen und Laufenlassen von Hunden aus hygienischen Gründen». Wie gesagt: Im Moment finden die neuen Wortbotschaften grosse Beachtung; weil deren Inhalt unmissverständlicher ist als die bisherigen Verbotsschilder mit dem herzigen Wauwau im Schilderzentrum. «Im Grundsatz haben wir nichts anderes gemacht als die mittlerweile blind gewordenen Verbotstafeln ersetzt», sagt Dietler. Nur die Zusatzbemerkung «aus hygienischen Gründen» sei neu.

Wohin mit den Hunden?

Allerdings gibts in diesem Zusammenhang auf Facebook nicht nur ärgerliche und flüchtige Bemerkungen, sondern durchaus auch ernsthafte Fragen: «Wo bitte dürfen Menschen mit Hunden und Kinder noch spazieren gehen?» ist eine davon. In nahezu allen städtischen Parkanlagen sind Hunde nämlich zumindest unerwünscht.

Ob und inwieweit Parks für Hundehalter mit ihren Vierbeinern geöffnet werden könnten, wäre politisch zu entscheiden, so Dietler. Hundehalter jedenfalls beklagen sich über zunehmende Ausgrenzung. Und letztlich nehmen sie in den sozialen Medien auch Bezug auf Katzen, die frei herumstreunen und dabei die Gegend verkoten würden. «Und eine Katzensteuer gibts bekanntlich nicht», setzen die Kritiker bei der Diskussion noch obendrauf.