Olten
Veloparkieranlage kann im kommenden Frühjahr eröffnet werden

Die Bauarbeiten am künftigen Velokeller Tannwaldstrasse schreiten planmässig voran. Das 7,6 Mio. Franken schwere Projekt bietet rund 700 Velos eine Heimat.

sko
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Treppenabgang von Süden

Treppenabgang von Süden

zvg

Positiver als erwartet schreiten die Bauarbeiten zum insgesamt 7,6 Mio. Franken schweren Projekt Velokeller Bahnhof Ost voran. Bislang nämlich stiessen die Bautrupps auf markant weniger felsigen Untergrund als erwartet, so dass im April 2014 die Baute der Öffentlichkeit übergeben werden kann

Im Oktober 2012 wurden die Bauarbeiten mit der Umlegung sämtlicher Werkleitungen in der Tannwaldstrasse begonnen. Begleitend wurde das Verkehrsregime für die Automobilisten, die Velofahrenden und die Fussgänger erstellt. Für den motorisierten Verkehr musste der Geissfluhweg in beide Richtungen geöffnet werden. Aus Gründen der Sicherheit wurde Tempo 30 mit Hindernissen eingerichtet. Für die Velofahrenden sind Ersatzparkplätze an der Martin-Disteli-Strasse und an der Tannwaldstrasse bereit gestellt worden. Da sich nicht alle Velofahrenden an das Parkierungsregime halten, werden die Fahrräder teilweise weggeräumt und am offiziellen Parkplatz an der Tannwaldstrasse abgestellt. Für die Fussgänger wurde bei der Baustelle entlang der Fassaden ein Fussgängersteg erstellt. Unter diesem Steg sind auch die Leitungsprovisorien für die Gebäudever- und -entsorgung befestigt. Für die Fussgänger wurde ein direkter Zugang auf das Gleis 12 ermöglicht und der Lift und die alte Treppe blieben zugänglich.

Nach diesen umfangreichen Vorbereitungsarbeiten konnte mit dem Teilabbruch der Treppenanlage Süd und dem Aushub begonnen werden. Für die Kundschaft des Migrolino wurde ein Schutztunnel aufgestellt, wodurch die alte Unterführung soweit notwendig zurückgebaut werden konnte.

Nun ist der Aushub für die neue Eingangshalle vor der Personenunterführung fertiggestellt. Die darunter liegenden Werkleitungen wie Kanalisation, Strom und Wasser werden eingelegt. In wenigen Wochen ist die Bodenplatte, die neue Treppe, die Wände und die kräftige Betondecke wieder erstellt. Im Juli erfolgt bereits der Innenausbau bei der Halle und der Treppe. Am 5. August kann dieser Teil der Anlage dem Fussgängerverkehr bereits wieder übergeben werden.

Parallel erfolgen die Aushubarbeiten für die Veloeinstellhalle. Die notwendigen Werkleitungen werden eingebaut und die Betonarbeiten können zügig im Mittelteil vorgenommen werden. Zusammen mit der Erweiterung des Migrolino ist der Rohbau bis Ende Jahr fertiggestellt.

Der Innenausbau benötigt ca. zehn Wochen, so dass im Frühjahr 2014 die gesamte Anlage mit rund 700 Abstellplätzen eröffnet werden kann.

Die neue verbreiterte Treppe wie auch der neue Lift führen direkt in die grosszügige Eingangshalle. In dieser Eingangshalle werden die Ticketautomaten, die elektronischen Fahrpläne sowie das SBB-Informationssystem bereit gestellt. Der Zugang zum bereits bestehenden Migrolino wie auch zur Erweiterung erfolgt über neue, automatische Schiebetüren, welche zusammen mit dem Zugang zur Veloeinstellhalle eine einheitliche Glasfront bilden. In der Mitte der Halle steht der Glaslift-Kubus als Verbindung zur Erdgeschossebene. In der Eingangshalle besteht ein Rauchverbot und es werden keine Gratisangebote für Passanten bewilligt. Darunter ist zu verstehen, dass dort etwa keine Gratiszeitungen angeboten werden dürfen. Ebenso wird in der Halle auf Werbung verzichtet.

Die Veloparkierungsanlage umfasst zwei Teilanlagen. Die grosse Anlage ist frei zugänglich über eine Velorampe und über Schiebetüren zu den beiden Personenunterführungen. Sie verfügt über doppelstöckige Veloparkierungsständer für ca. 540 Velos. Ausserdem besteht die Möglichkeit, Spezialfahrzeuge (z.B. solche mit Anhänger, Tandems, usw.) an einem markierten Platz abzustellen. Helmfächer ergänzen das Angebot. Die kleinere Anlage (ca. 140 Velos) ist als Mietfläche konzipiert. Es besteht die Möglichkeit, in Tages- oder Monatsmiete einen abgeschlossenen Abstellplatz zu reservieren. Der Zugang erfolgt mittels elektronischem Badge-System. Auch in der Mietanlage sind doppelstöckige Parkierungsanlagen, Helmfächer und Platz für Spezialfahrzeuge vorgesehen.

Die gesamte Veloanlage wird durch die Kantonspolizei videoüberwacht, wie bereits die beiden Personenunterführungen Nord und Süd. Notrufsäulen ermöglichen den Kontakt zur Einsatzzentrale zu jeder Tages- und Nachtzeit.

Die Parkierungsanlage ist täglich betreut. In den Hauptzeiten ist das Betreuungspersonal direkt in der Anlage, in den Nebenzeiten in der Veloanlage auf dem Bahnhofplatz (Westseite) untergebracht und über eine Gegensprechanlage erreichbar.

Die Betreuungspersonen übernehmen auch Reinigungs- und Ordnungsdienste in der Veloparkierungsanlage.