Vandalismus oder Schäden
Durch «Stadtmelder App» Schäden und Störungen in Olten schneller erfassen

Ein Vorstoss fordert die Einführung einer App mit der Vandalismus, Graffiti, Littering oder Beschädigungen der Oltner Infrastruktur einfach gemeldet werden können. Der Stadtrat ist für Vorstossüberweisung.

Felix Ott
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So könnte die «Stadtmelder App» - Hier ein Beispiel aus Gossau - künftig aussehen.

So könnte die «Stadtmelder App» - Hier ein Beispiel aus Gossau - künftig aussehen.

Ralph Ribi (Archiv)

«In Olten treten regelmässig Beschädigungen, Verunreinigungen, Störungen oder Defekte an der städtischen Infrastruktur auf», schreibt der Grünliberale Christian Ginsig in einem Vorstoss vom 21. Juni 2021. Deshalb brauche die Stadt eine App auf der Einwohnerinnen und Einwohner Schäden oder Defekte rund um die Uhr melden können, ohne die nötigen Zuständigkeiten abklären zu müssen. So könne die Bevölkerung aktiv an der Instandhaltung der Infrastruktur Oltens teilhaben, heisst es im Auftrag.

Wenn beispielsweise eine Strassenlampe flackert, eine Hecke den Weg versperrt oder ein Abfalleimer überläuft, könne dies durch die aktive Mitarbeit der Bevölkerung schnell erkannt und behoben werden, schreibt Ginsig im Auftrag. Ausserdem schaffe die App Transparenz, da die gemeldeten Probleme und der Bearbeitungsstatus jederzeit eingesehen werden können.

Bereits viele Städte in der Schweiz benutzten solche Systeme und erhielten durchweg positives Feedback. Erste Vorabklärungen hätten ergeben, dass beispielsweise das bestehende System der Anthrazit AG zwischen 10'000 bis 15'000 Franken kosten würde. Die jährlichen Betriebskosten, so Ginsig, beliefen sich auf einen kleinen vierstelligen Betrag.

Eine übergreifende, organisationsunabhängige Lösung

Der Stadtrat schreibt in der Antwort auf den Vorstoss, dass das Ziel eine übergreifende Lösung sein müsse. Aktuell wäre die Meldeplattform «PuraCittà» bereits intern bei der Baudirektion im Einsatz. Auch der Werkhof sowie die Gesamtverwaltung prüfe bereits ein entsprechendes Modul. Für die erwähnte Strassenbeleuchtung gäbe es bereits ein Online-Tool der Aare Energie AG.

Mit der Anschaffung des Systems und dem damit verbundenen Unterhalt ist es laut Stadtrat nicht getan. Denn für die Reaktion auf die vermehrt zu erwartenden Meldungen müssen auf allen Ebenen genügend Ressourcen vorhanden sein. Der Stadtrat empfiehlt dem Parlament aufgrund der bereits laufenden Abklärungen die Erheblichkeitserklärung des Auftrags.

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