Amtsgericht Olten-Gösgen

Urteil gefällt: Autolenker wegen riskantem Überholen verurteilt

Dank der geistesgegenwärtigen Reaktion der Lenkerin konnte eine Kollision verhindert werden. (Symbolbild)

Dank der geistesgegenwärtigen Reaktion der Lenkerin konnte eine Kollision verhindert werden. (Symbolbild)

Zwei Autolenker mussten sich vor dem Amtsgericht Olten-Gösgen verantworten, weil sie im Jahr 2013 bei einem Überholmanöver eine heftige Kollision riskiert hatten. Nun hat das Gericht das Urteil gefällt.

Das Amtsgericht Olten-Gösgen hatte letzte Woche über das riskante Fahrverhalten zweier Automobilisten zu befinden, das beinahe zu einer Kollision mit einem unbeteiligten Fahrzeug geführt hätte.

Nun hat das Dreiergremium um Amtsgerichtspräsidentin Barbara Hunkeler das Urteil gefällt: Der erste Beschuldigte, Alvaro B.*, der mit seinem VW Golf das Überholmanöver startete, kassiert eine Freiheitsstrafe von 16 Monaten bedingt bei einer Probezeit von 2 Jahren.

Edin M.*, der zweite Beschuldigte, wird zu einer Freiheitsstrafe von 14 Monaten bedingt verurteilt bei einer Probezeit von 4 Jahren. Damit liegt das Gericht deutlich unter dem von der Staatsanwaltschaft geforderten Strafmass von 24 respektive 20 Monaten Freiheitsstrafe bedingt.

Zudem müssen die beiden Fahrzeuge, die nach der Tat beschlagnahmt wurden, herausgegeben werden. Die Staatsanwaltschaft hatte ursprünglich den Antrag gestellt, die Fahrzeuge einzuziehen und zu verwerten. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Höchstgeschwindigkeit überschritten

Alvaro B. und Edin M. sollen sich an jenem Samstagabend des 31. Augusts 2013 in Hägendorf ein Rennen geliefert haben. Dabei kam es zu einem riskanten Überholmanöver, bei dem Alvaro B. beinahe mit einem dritten Fahrzeug kollidiert wäre.

Im dritten Fahrzeug befanden sich nebst der Lenkerin noch ihr Kind sowie ein weiterer Passagier. Nur dank der geistesgegenwärtigen Reaktion der Lenkerin konnte die Kollision verhindert werden.

Aufgrund der langen Bremsspur, die der VW Golf hinterliess, konnte dessen ungefähre Geschwindigkeit geschätzt werden. Das Gutachten ergab, dass Alvaro B. vor Beginn des Bremsmanövers mit mindestens 81 km/h unterwegs war.

Ob auch Edin M. die gesetzliche Höchstgeschwindigkeit überschritten hatte, liess sich nicht eindeutig eruieren. Augenzeugen wollten allerdings eine massive Beschleunigung beobachtet haben. (lbo)

*Namen von der Redaktion geändert.

Meistgesehen

Artboard 1