Stadtratswahlen

Und was läuft in Olten Nord?

Im Coq d’Or taten die drei Stadtratskandidatinnen ihre Standpunkte kund. Marion Rauber, Monique Rudolf von Rohr und Iris Schelbert diskutierten über die Stadtentwicklung.

Sie haben es nochmals getan: Die drei Stadtratskandidatinnen im zweiten Wahlgang, Marion Rauber, Monique Rudolf von Rohr und Iris Schelbert, präsentierten sich und ihre inzwischen nicht mehr unbekannten Standpunkte an einer weiteren Podiumsdiskussion. Diesmal im Rahmen der Veranstaltungsreihe «Coq Politique» im Coq d’Or. Das Publikum: Rund dreissig Interessierte, davon etwa die Hälfte aus politischen Kreisen.

Coq-d’Or-Geschäftsführer Daniel Kissling, der das Gespräch moderierte, schien zwar über weite Strecken zu improvisieren, seine Fragen handelten aber die drängendsten Themen ab: Was war, was ist, was sein wird beziehungsweise sein könnte.

Stadtentwicklung vernachlässigt

Was etwa in der auslaufenden Amtsperiode anders hätte laufen sollen, wollte Kissling wissen. Schelbert zeigte sich überzeugt, dass das Parlament nicht hätte verkleinert werden sollen. Ausserdem seien im Rahmen der Sparrunde ein paar Kommissionen zu viel abgeschafft worden. Das städtische Personal habe extrem gelitten, 45 Stellen seien nicht mehr besetzt. «Aber das ist nicht in Stein gemeisselt. Wir haben die Finanzen konsolidiert, jetzt müssen wir schauen, dass wir wieder investieren», dies ihr Ansinnen.

Entwicklungsschwerpunkte? Rudolf von Rohr nannte eine «langfristige Stadtentwicklung von Olten Südwest bis Olten Ost». Dazu gehöre die Neugestaltung des Bahnhofs und die Realisierung von Andaare sowie die Belebung des Gewerbes – auch auf der rechten Aareseite. Schelbert nannte zudem den Schulraum, der «dringend», spätestens bis in einem Jahr, zur Verfügung gestellt werden müsse. Und Rauber hielt fest, dass eine «Stadtentwicklung, die diesen Namen verdient» extrem vernachlässigt worden sei – ist diese Stelle doch abgeschafft worden.

Aufsuchende Sozialarbeit?

Olten Südwest? Weiterbauen mit neuem Gestaltungsplan, um die Gleichförmigkeit zu durchbrechen, so Schelbert. Ladensterben? Mit den Lokalbesitzern müsse das Gespräch gesucht werden, gerade angesichts hoher Mietzinse, meinte Rudolf von Rohr. Worauf Schelbert entgegnete, dass dies nicht Aufgabe der Stadt, sondern der Wirtschaftsförderung und des Gewerbeverbands sei. Wegen der aktuellen Vorfälle war natürlich auch vom Ländiweg die Rede. Rauber schlug vor, eine aufsuchende Sozialarbeit einzusetzen. Dem schloss sich Rudolf von Rohr an. Schelbert hingegen sprach sich für Sitztreppen an der Aare aus.

Schliesslich warf Kissling ein brandneues Thema in die Runde: Was solle geschehen in Olten Nord, wo die SBB ein neues Quartier baue? Unternehmen anziehen, die Arbeitsplätze schaffen und Steuern zahlen, so Rudolf von Rohr. Rauber hingegen sähe dort gern einen Club, wie es ihn dort früher schon gegeben habe.

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