Kantonsschule Olten

Und sie würden alle wieder denselben Weg wählen

Annina Kurattli (links), Alyssa Müller, Luca Gysin (links) und Kaltrin Shabani blicken auf ihre Zeit am Untergymnasium zurück.

Annina Kurattli (links), Alyssa Müller, Luca Gysin (links) und Kaltrin Shabani blicken auf ihre Zeit am Untergymnasium zurück.

Vier Oltner Schüler des letzten Untergym-Jahrgangs erzählen, wie sie die Schule erlebt haben. Trotz harzigem Start würden alle wieder den Weg ans Untergym an der Kanti Olten wählen, wie sie rückblickend sagen.

Sie würden denselben Weg wieder gehen. Annina Kurattli (14) aus Erlinsbach, Alyssa Müller (15) aus Neuendorf, Luca Gysin (15) aus Trimbach und Kaltrin Shabani (16) aus Olten haben vor drei Jahren den Schritt ans Untergymnasium gewagt.

Mittlerweile stehen sie in ihrer letzten Woche als «Untergymeler» und blicken auf die vergangenen drei Schuljahre zurück. «Der Start war sehr schwierig», sagt Kaltrin Shabani.

Der Übertritt von der überschaubaren Primarschule in den grossen Betonbau in Olten ist auch den anderen drei als markante Veränderung in Erinnerung geblieben. «Es war für uns völlig ungewohnt, jedes Fach in einem anderen Zimmer bei einer anderen Lehrperson zu haben», erinnert sich Luca Gysin bestens.

Wenig bekannte Gesichter

Hinzu kam das soziale Umfeld, das für die vier an der Kanti völlig neu war. Während Luca Gysin einige wenige Mitschüler von seiner Primarschulzeit in Trimbach kannte, bestritten Annina Kurattli und Alyssa Müller mit jeweils einem bekannten Gesicht den Wechsel an die Kanti. Der Oltner Kaltrin Shabani kannte hingegen gar keinen Mitschüler. «Zum Glück ging es den meisten anderen Schülern auch so wie uns», sagt Annina Kurattli. Ihre Kollegin Alyssa Müller ergänzt: «Alle waren zu Beginn des ersten Schuljahres deshalb etwas verunsichert.»

Die anfänglichen Schwierigkeiten haben sich aber nach den ersten Wochen in Luft aufgelöst, wie die vier Schüler der Klasse 3aG rückblickend sagen. Schnell haben sich Freundschaften gebildet und auch die einzelnen Irrläufe durch das Kantigebäude machten sich mit der Zeit rar. Nach der Eingewöhnungszeit fühlten sich die vier an der Kanti rasch wohl – auch im Bezug auf die schulischen Anforderungen. Kaltrin Shabani spricht von «einer Art Familie».

So isst er denn auch einmal wöchentlich in der Mensa, obwohl ihm die Zeit über Mittag reichen würde, um nach Hause zu gehen – «wegen der Kollegen», macht er klar. Alyssa Müller aus Neuendorf und Annina Kurattli aus Erlinsbach dagegen haben keine Wahl, für die Fahrt nach Hause würde es nie und nimmer reichen. «Das ist nicht schlimm», sagt Alyssa Müller.

«Man gewöhnt sich schnell daran.» Eine Gewöhnungssache ist auch der Schulweg mit den öffentlichen Verkehrsmitteln. «Oft nutze ich die Zeit, um zu lernen oder mir Gedanken zu machen», sagt Annina Kurattli, die für ihren Schulweg via Aarau 40 Minuten braucht. «Manchmal aber wäre es toll, wenn ich nach der Schule in nur fünf Minuten zu Hause wäre.»

Ziel ist die Matur – keine Frage

Dass sie nach dem Untergym den gymnasialen Weg weitergehen und die Matur anstreben wollen, war für sie glasklar. Luca Gysin peilt schliesslich ein Architekturstudium an, Kaltrin Shabani interessiert sich für die Applikationsentwicklung und hat deshalb ein Mathematik- oder Physikstudium geplant. Alyssa Müller weiss zwar noch nicht, in welche Richtung sie gehen möchte, tendiert aber auch zu einem Studium. Und Annina Kurattli zieht ein praxisbezogenes Fachhochschulstudium in Betracht.

Für ihre Zukunft betrachten sie das Untergym als die bestmögliche Basis – deshalb würden sich Annina Kurattli, Alyssa Müller, Luca Gysin und Kaltrin Shabani wieder für diesen Weg entscheiden, wenn sie zurück könnten.

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