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Maturafeiern an der Kantonsschule Olten im intimen Rahmen; an Unbeschwertheit fehlte es trotzdem nicht.

Vera Landis
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Patrick Heller bei einer seiner letzten Maturfeier als Konrektor im neu renovierten Eingangsbereich der Kanti Olten.

Patrick Heller bei einer seiner letzten Maturfeier als Konrektor im neu renovierten Eingangsbereich der Kanti Olten.

Bild: zvg

Die rund 134 Maturandinnen und Maturanden der Kantonsschule Olten erhielten am vergangenen Freitag ihre Maturitätszeugnisse. Aus bekannten Gründen fanden die Feiern aller Klassen in etwas ungewohnter Form statt: klassenweise, mit beschränkter Teilnehmerzahl und in vier verschiedenen Räumen der Kantonsschule. In diesem feierlichen und intimen Rahmen konnten die ehemaligen Schülerinnen und Schüler die wohlverdienten Früchte ihrer Arbeit ernten. Dieses letzte Zusammenkommen der Klassen war umso bedeutender, da die Durchführung der Feiern dieses Jahr keine Selbstverständlichkeit war und so ein würdiger Abschied von den Lehrpersonen und der Schule möglich wurde.

Für die coronaerprobten Abschlussklassen war diese Maturfeier wohl nur eine von vielen Momenten aus den letzten drei Monaten, in denen sie (und ihre Familien) Flexibilität beweisen mussten. Als sie damals am 13. März das Schulgebäude verliessen, ahnten viele wohl nicht, dass dies gerade ihr letzter Schultag gewesen war. Nach einiger Zeit in der Schwebe wurde dann am 18. Mai klar: Nicht nur der offizielle letzte Schultag, sondern auch die Maturitätsprüfungen würden dieses Jahr ins Wasser fallen.

Diese aussergewöhnliche Tatsache kam entsprechend auch in den Maturreden zum Tragen. In der Ansprache von Konrektor Thomas Henzi wurde zum Beispiel deutlich, dass das Abschlussexamen nur ein Teil des strengen Promotionsverfahrens während der vier Kantijahre darstellt. Das Erreichen des Bildungsziels der «vertieften Gesellschaftsreife» für den diesjährigen Jahrgang steht damit ausser Frage. Schliesslich trug wohl auch der nervenaufrei­bende Entscheidungsprozess bezüglich der Durchführung der Prüfungen seinen Teil dazu bei, dass die Maturandinnen und Maturanden die Erfahrung einer grösseren Stresssituation machen durften.

Umso unbeschwerter waren dann dafür die Abschlussfeiern. Die kreativen Einsätze der ehemaligen Schülerinnen und Schüler zeigten deutlich, dass selbst eine Pandemie einem etablierten Klassengeist nichts anhaben kann. Stimmige musikalische Darbietungen, originelle Theatereinlagen und gelungene Reden seitens der Abschlussklassen liessen eine unvergessliche Atmosphäre entstehen. Dazu trugen ebenfalls die Klassenlehrpersonen bei. Mit sehr persönlichen Ansprachen und kreativen Geschenken für Körper und Geist verabschiedeten die Lehrpersonen ihre ehemaligen Schützlinge mit einem lachenden und einem weinenden Auge.

Ausgezeichnete Leistungen gewürdigt

Weiter wurden exzellente Leistungen honoriert. Nebst den Auszeichnungen für die besten Maturaarbeiten (das OT berichtete) wurde Shaza Isenschmid, Olten, 4aL, für die beste gesamtschulische Matur mit einem Preis, gesponsert von den Instrumentallehrkräften der Kantonsschule, prämiert. Gleich dreimal vergab der Verein Ehemaliger der Kantonsschule Olten den Sozialpreis. So wurden die sozialen Leistungen von Rebecca Rutschi, Trimbach, 4aM, Nora Wahl, Starrkirch-Wil, 4aM, sowie Janic Keinersdorfer, Lostorf, 4bW, gewürdigt. Lukas Lütolf, Olten, 4bN, wurde zudem für das beste Maturvorspiel ausgezeichnet. Nach der anschliessenden Überreichung der Zeugnisse nutzten die Anwesenden die Möglichkeit, sich (unter Einhaltung der BAG-Vorgaben) zum ersten Mal seit langem wieder «live» mit Klassenmitgliedern und Lehrpersonen auszutauschen und auf ihren Erfolg anzustossen.

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