Olten

«Überflüssig und teuer»: Bürgerliche sagen Nein zur Kulturfachstelle

«Die Kultur in Olten floriert», meinen die Bürgerlichen. Hier ein Foto des Festival der Kulturen Olten 2017.

In Olten wollen SVP, FDP, CVP, GLP und EVP keine Kulturfachstelle. Die Kultur in Olten floriere bereits.

Kultur machen statt verwalten: So argumentieren die bürgerlichen Parteien Oltens, wenns um die Frage der städtischen Kulturfachstelle geht. Über diese wird am 4. März an der Urne abgestimmt. Dies geht aus der gemeinsamen Medienmitteilung von SVP, FDP, CVP, GLP und EVP hervor. «Die Kultur in Olten floriert. Eine städtische Kulturfachstelle ist überflüssig und teuer», so die Folgerung der bürgerlichen Allianz. Die gemeinsame einheitliche Empfehlung: «Nein zur Aufstockung der Stadtverwaltung mit einer Kulturfachstelle, Nein zu einer staatlich verwalteten Kultur.»

Die Tatsache, dass die Zeitschrift «Bilanz» in ihrer Städterangliste den Bereich Kultur und Freizeit von Olten an zweiter Stelle platziert, noch vor Zürich, Bern, Neuenburg und andern namhaften Schweizer Städten, lässt die Allianz zu folgendem Schluss kommen: Es gibt in Olten ein breites kulturelles Angebot, vielseitig und von grosser Qualität. Und weiter: «In dieser Situation hat Olten dringendere Aufgaben zu erledigen als die Schaffung einer neuen Kulturfachstelle in der Stadtverwaltung.»

Unsichere Beine

Finanziell stehe die Stadt immer noch auf unsicheren Beinen. «In diversen Bereichen mussten in den vergangenen Jahren Kürzungen vorgenommen werden, Steuern und Gebühren sind gestiegen.» Die Pro-Kopf-Verschuldung von 3363 Franken wird vom Kanton als hoch eingestuft. Ziel des Stadtrates ist es, in den Bereich der mittleren Verschuldung (weniger als 2500 Franken) zu kommen. «Die Schaffung unnötiger Stellenprozente und der damit verbundenen zusätzlichen Kosten gefährden diese Sparanstrengungen», argumentiert die bürgerliche Allianz dazu. Die Kulturfachstelle kostet die Stadt jährlich mindestens 78'000 Franken. Dazu kämen Folgekosten durch die Aktivitäten dieser Kulturfachstelle, so die Bürgerlichen.

Bereits heute steht für die Allianz fest: «Kulturschaffende finden in Olten sehr gute Voraussetzungen.» Neben den zahlreichen bewährten Angeboten seien in den letzten Jahren viele neue Veranstaltungen und Tätigkeiten entstanden. «Und das ohne Kulturfachstelle, sondern mit Engagement und Herzblut», wie die Allianz weiter schreibt.

Dagegen schaffe eine Kulturfachstelle Abhängigkeiten. Und es bestehe die Gefahr, dass die Kulturschaffenden vom Wohlwollen einer Person in der städtischen Verwaltung abhängig werden. «Darum sind auch Kulturschaffende gegen die Schaffung einer städtischen Kulturfachstelle», bilanziert die bürgerliche Allianz zum Schluss.

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