Der Voranschlag 2019 der Einwohnergemeinde Boningen weist einen Aufwandüberschuss von 152'300 Franken aus. Der Gemeinderat hat das Budget zuhanden der Gemeindeversammlung vom 11. Dezember verabschiedet.

Boningens Souverän hat an der Budget-Gemeindeversammlung vom Dienstag, 11. Dezember 2018 (20 Uhr, Schnäggehalle) über eine schlanke Traktandenliste zu befinden: Es gilt einzig, über den Voranschlag 2019 abzustimmen. Dieser weist ein Defizit von 152'300 Franken aus (Vorjahr: 123'700 Franken). Hauptverantwortlich für die roten Zahlen sind zwei Budgetposten: Die Sozialhilfe weist gegenüber dem Vorjahr einen Mehraufwand von 65'000 Franken aus (der Pro-Kopf-Beitrag, Vorgabe des Kantons, wurde dieses Jahr von 360 auf 410 Franken erhöht).

Ferner weist der Bereich Bildung gegenüber dem Vorjahr einen Netto-Mehraufwand von rund 80'000 Franken aus. Dieser ist auf die höheren Schulkosten zurückzuführen, da acht Schülerinnen und Schüler in Olten die Oberstufe besuchen. Primarschule und Kindergarten schliessen fast kostenneutral ab.

Alle übrigen Positionen bewegen sich in etwa im Bereich des Vorjahres-Budgets. Bei den Steuereinnahmen wurde gegenüber dem Vorjahr leicht höher budgetiert. Auch an den kantonalen Lastenausgleich sind 5500 Franken weniger zu bezahlen. Abschreibungen werden in der Höhe von 192'300 Franken vorgenommen. Spezialfinanzierungen: Während die Abwasserentsorgung mit einem Minus von 27'000 Franken rechnet, verzeichnet die Abfallbeseitigung mit 16'600 Franken ein Plus. Nettoinvestitionen sind im Umfang von 50'000 Franken vorgesehen. Der Cashflow beträgt 62'600 Franken; der Finanzierungsüberschuss somit 12'600 Franken. Der Selbstfinanzierungsgrad beläuft sich auf 125,2 Prozent. Der Gemeinderat hat das Budget 2019 an fünf Sitzungen beraten und beantragt der Gemeindeversammlung einstimmig Annahme.

Beibehalten werden die bisherigen Steuerfüsse (125 Prozent für natürliche und 130 Prozent für juristische Personen) sowie die Feuerwehr-Ersatzabgabe (9 Prozent der einfachen Staatssteuer). Der Gemeinderat hat dem Gemeindepersonal, analog zum Kanton, für das Jahr 2019 einen Teuerungsausgleich von einem Prozent zugesprochen. (mgt)