Frühlingsfest
Trimbacher Abend durch und durch

An ihrem Frühlingsfest traten die Musikgesellschaft und das «Duo Wienerherz» auf.

Gabriela Strähl
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Die Trimbacher Blasmusikanten erfreuten mit dem Stück Donau-Wellen.

Die Trimbacher Blasmusikanten erfreuten mit dem Stück Donau-Wellen.

Markus Müller

Am diesjährigen Frühlingsfest der Musikgesellschaft im Mühlemattsaal kamen die Trimbacher auf ihre Kosten: Im ersten Teil spielte die Musikgesellschaft, im zweiten Teil musizierte das Trimbacher Gesangduo «Duo Wienerherz».

Im Vorfeld des Konzerts standen die Musikgesellschaft und die Präsidentin Beatrice Niederhauser vor ungeplanten Schwierigkeiten: Am Donnerstagabend meldete sich ein Eufoniumspieler krankheitshalber ab, am Nachmittag vor dem Konzert fiel zusätzlich die erste Posaune aus. Weiter musste sich René Lüthi abmelden, der die Moderation des Abends hätte übernehmen sollen. Zur Erleichterung der Musikgesellschaft sprang Daniela Niederhauser als Eufonistin und Moderatorin ein. So meisterten die Musiker unter der Leitung von Heinz Jäggi ihren Teil, ohne dass dem Publikum Abstriche aufgefallen wären.

Grosse Liederbandbreite

Die Musiker spielten sich durch diverse Genres: Die Stücke reichten vom traditionell schweizerischen Lied «Dr Wentalaschieber» über den «Uschi-Polka» von Peter Fihn und dem rumänischen Walzer «Donau-Wellen» von Iosip Ivanovici zu «A Crazy Little Thing Called Love» aus Freddie Mercurys Feder. Besonders das Publikum mitzureissen vermochte der Sommerhit «Sofia» von Alvaro Soler aus dem Jahr 2015. Passend zum Lied «Strawberry Fair», was übersetzt Erdbeermarkt bedeutet, wurden frische Erdbeeren und Süssigkeiten aufgetischt.
Nicht fehlen durfte der Dank an den musikalischen Leiter Heinz Jäggi. Präsidentin Beatrice Niederhauser überreichte ihm ein kleines Geschenk. Daniela Niederhauser erhielt ein Geschenk als Dank für das kurzfristige Einspringen. Auch der Einsatz der Präsidentin wurde verdankt, der gerade in diesem Jahr auch einigen Stress vor dem Konzert mit sich brachte.

Wien trifft auf Trimbach

Im zweiten Teil trat das «Duo Wienerherz» auf, bestehend aus Heinz und Christine Binder. Christine Binder ist in Trimbach geboren und aufgewachsen, verbrachte einige Jahre im Ausland und im Kanton Aargau und kehrte vor siebzehn Jahren ins Dorf zurück. Heinz Binder ist gebürtiger Wiener und seit 2012 Trimbacher Bürger. Die beiden singen Stücke aus der Gattung des Wienerlieds. Das volkstümliche Genre zeichnet sich dadurch aus, dass die Texte von Geschichten aus und über Wien erzählen.

Mit Gitarre begleitet, sangen die beiden sowohl melancholische als auch fröhliche Lieder. So zum Beispiel von einem melancholischen Wiener Kutscher, der pensioniert wird und von seinen Pferden Abschied nehmen muss. Verschiedene Lieder widmeten sich dem traditionellen «Heurigen», wo in den Gasthäusern in den umliegenden Dörfern guter Wein genossen wird. Zwischen den Liedern half Christine Binder wo nötig mit schweizerdeutschen Erklärungen, die auf Wienerisch gesungenen Texte zu verstehen.

In den Pausen konnten die Zuschauer ihr Glück an der Tombola versuchen, wo verschiedene Preise lockten. Wer bis Mitternacht blieb, konnte zusätzlich an der Nietenverlosung teilnehmen. Nach dem Konzert öffnete die Küche und das Dessertbuffet.

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