Olten
Trendsporthalle in 3D: Studierende entwickeln elf Varianten für ein Skater- und Kletterparadies

Die Architekturausstellung an der Fachhochschule macht das geplante Projekt einer Trendsporthalle in der Region Olten begreifbar. Elf Arbeiten von Studierenden präsentieren mögliche Lösungen.

Jürg Salvisberg
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Trendsporthalle Olten
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 Elf unterschiedliche Projekte werden an der Ausstellung gezeigt.
 Sie wurden von Architekturstudierenden der Fachhochschule Nordwestschweiz entworfen.
 Ein möglicher Standort für die Trendsporthalle ist das Gebäude der alten Heilsarmee-Brocki in der Oltner Industrie.

Trendsporthalle Olten

Jürg Salvisberg

Seit über zwei Jahren plant eine Genossenschaft den Bau: Nun rückt die Umsetzung einer Trendsporthalle in der Region Olten durch eine Architektur-Ausstellung einen weiteren Schritt näher. Architekturstudierende der Fachhochschule Nordwestschweiz zeigen in Olten, wie eine Heimat für Kletterer und Skater an vier Standorten aussehen könnte.

An der Vernissage im FHNW-Gebäude an der Von-Roll-Strasse 10 durfte Petra Waldburger, die Baubeauftragte im Vorstand der Genossenschaft Trendsporthalle Olten, über 30 Interessierte begrüssen. Dominique Salathé, skizzierte die Ausgangslage zur Semesterarbeit seiner Studierenden, von deren 20 Arbeiten es schliesslich 11 an die Ausstellung in Olten schafften. «Wenn wir Bilder produzieren, die helfen können, das Projekt zu realisieren, so freut uns das natürlich», sagte der Professor des FHNW-Instituts Architektur in Pratteln.

Als Vorgabe hatten die Studierenden das gewünschte Raumprogramm und insgesamt vier verschiedene Standorte, die Sportwiese im Kleinholz Olten neben der Stadthalle sowie drei Areale in den Industriezonen in Trimbach, Dulliken und Aarburg. Herausgekommen sind ganz unterschiedlich raumgreifende Modelle zwischen Arena und büromässigem Hochbau.

Das Gebot, eine stützfreie und mindestens 15 Meter hohe Halle fürs Klettern zu entwerfen, stellte für die Statik eine grosse Herausforderung dar. Obwohl sich die Pläne für gewisse Standorte mittlerweile verflüchtigt haben und gewisse Modelle wegen des Bodenbedarfs und der Finanzierbarkeit unrealistisch sind, kommt der Ausstellung das Verdienst zu, eine Vision in ihren Dimensionen richtig begreifbar zu machen.

Nicht nur ein Papiertiger

Eine Trendsporthalle für die Region Olten rückt derweil nicht nur auf Plänen und in Modellen einer Realisierung näher. Ganz vorne im Rennen liegt aktuell eine Mietlösung in der alten Heilsarmee-Brocki in der Oltner Industrie, wo die Genossenschaft beim Eigentümer eine Machbarkeitsstudie erwirken konnte. Carlo della Giacoma als beauftragter Architekt klärt bis Ende Jahr ab, ob sich das Grundstück in seinen Dimensionen und hinsichtlich der Bauvorschriften eignet. Kein Problem stellt in jedem Fall die Bauhöhe von 20 Metern dar, welche die Bedürfnisse fürs Klettern erfüllt.

Mit dem Anschluss an den öffentlichen Verkehr wäre dieser Standort noch näher am Bahnhof Olten als das ebenfalls zur Diskussion stehende Tenniscenter Trimbach. Nach der GV der dortigen AG von Ende September scheint klar, dass die Aktionäre in ihrer heutigen Struktur nicht für die Umnutzungspläne eines Tennisplatzes von heute auf morgen zu gewinnen sind.

Abgeschrieben hat die Genossenschaft Trendsporthalle Olten in letzter Zeit nach Olten SüdWest und der ehemaligen Curlinghalle auch einen dritten möglichen Standort in Olten. Seitens der Direktion Bildung und Sport erhielten die Initiatoren den Bescheid, dass die Integration einer Trendsporthalle respektive Climbox in die ohnehin schon anspruchsvolle Planung eines neuen Primarschulhauses im Kleinholz nicht in Betracht gezogen wird.

Klarheit ergibt sich für die Oltner Trendsportler auch bezüglich ähnlicher Absichten in der südlichen Nachbarschaft. Obwohl in Aarburg seit längerer Zeit eine Interessengemeinschaft in Zusammenarbeit mit einem Unternehmer ähnliche Ziele für eine Kletterhalle verfolgt, müssen sie diese Konkurrenz aktuell nicht fürchten. Die Standortfrage hat sich auch dort als schwierig entpuppt, und ein konkretes Baubewilligungsgesuch ist noch in weiter Ferne.

Die Ausstellung an der FHNW an der Von-Roll-Strasse 10 ist nur in dieser Woche zu besichtigen, von Mittwoch bis Freitag von 8 bis 21 Uhr und am Samstag von 8 bis 17 Uhr.

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