Stadionsperre
Transparent-Sünder ein Schiri, und Verband weiss nichts: Für Chef-Schiri ist «einiges schief gelaufen»

Der Eishockeyverband hätte den Fussballverband über das Stadionverbot des EHCO-Transparent-Sünders informieren müssen, sagt Luigi Ponte, der Präsident des Schweizer Schiedsrichterverbandes.

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Luigi Ponte hat erwartet, dass der Fussballverband vom Hockeyverband über die Sperre informiert wird.

Luigi Ponte hat erwartet, dass der Fussballverband vom Hockeyverband über die Sperre informiert wird.

TeleM1

Einer der Jugendlichen, der für das Skandal-Transparent im Derby zwischen Langenthal und Olten von Mitte September verantwortlich ist, ist Schiedsrichter bei den C-Junioren des FC Winznau. Das hatten Recherchen von «TeleM1» ergeben.

Da er mit einem zweijährigen Stadionverbot belegt wurde, dürfte er gar keine Fussballmatchs mehr pfeifen. Der Fussballverband wurde aber über dieses Verbot nicht in Kenntnis gesetzt.

Das kritisiert nun der oberste Schiedsrichter der Schweiz, der Aargauer Luigi Ponte. Für ihn ist «einiges schief gelaufen». Er spricht gegenüber «TeleM1» von einer Meldepflicht – im Namen des Fairplay. «Sobald ein Verband weiss, dass der Betroffene noch anderswo tätig ist, muss er den anderen Verband informieren.»

Der junge Schiedsrichter stellte beim Eishockeyverband ein Gesuch, um trotz Sperre weiterhin pfeifen zu dürfen. «Spätestens dann muss der Eishockeyverband wissen, dass es ein offizieller Schiedsrichter ist und uns dies melden», so Ponte. Dann könnte man gemeinsam weiter schauen. «Die Kommunikation muss einfach besser werden.»

Laut dem Hockeyverband gibt es aber diesbezüglich keine Meldepflicht. «Es wäre aber allenfalls zu prüfen, ob eine Mitteilungspflicht eingeführt werden soll, wenn es die gesetzlichen Grundlagen geben würde», sagt Janos Kick, Mediensprecher Swiss Ice Hockey gegenüber dem Regionalsender. (ldu)