2015/16 war für den SV Olten die erfolgreichste Saison der Klubgeschichte. Die Oltner realisierten in ihrer dritten NLB-Saison erstmals den Einzug in die Playoffs. Diesen Erfolg zu toppen, sei definitiv möglich, sagt der dienstälteste SVO-Spieler Luis Geiser. «Ob wir es diese Saison schaffen, ist allerdings eine andere Frage», fügt er an.

Die Skepsis rührt daher, dass die Oltner eine turbulente Sommerpause hinter sich haben. Gleich sechs Spieler verliessen den Klub, aus diversen Gründen: Der langjährige Captain Daniel Vega wurde Vater und legt eine Pause ein, Daniel Bossart zog weg aus der Region, Lorenzo Lago und Jasper Urben weilen beide im Ausland, Ramon Brotzer beendete seine Karriere und Tim Köpfli wechselte zu Volley Schönenwerd.

«Diese Abgänge zu kompensieren, hat sehr lange gedauert», blickt der Teamverantwortliche Luis Geiser auf stressige Wochen zurück. Aber auch erfolgreiche: «Ich denke, wir haben es geschafft, die Abgänge adäquat zu ersetzen. Das Team hat grosses Potenzial.»

Die Mannschaft sei zwar im Vergleich zum Vorjahr deutlich jünger und unerfahrener, in Geisers Augen dafür hungriger und homogener: «Wir haben jetzt einen besseren Teamgeist.»

Doch das Anwerben der neuen Spieler hat der Mannschaft viel Zeit gekostet. Das Team habe erst spät komplettiert werden können, und deshalb brauche es jetzt noch eine gewisse Zeit, bis es eingespielt sei.

Zumal das Team auf die neue Saison hin gleich noch einen neuen Trainer bekommen hat. Dominik Richner, der viele Jahre im Nachwuchsbereich des SV Olten und letzte Saison Assistenzcoach beim NLA-Team von Volley Schönenwerd war, kehrt zu seinem Stammverein zurück.

Mindestens Platz vier muss es sein

«Im Moment verzeichnen wir einen Trainingsrückstand, den wir zuerst aufholen müssen», stellt Luis Geiser klar. Er geht deshalb davon aus, dass der SV Olten in den ersten Meisterschaftsspielen wohl noch Lehrgeld bezahlen werde. Die neue NLB-Saison beginnt für die Oltner am Sonntag mit dem Heimspiel gegen Laufenburg-Kaisten (16 Uhr, Giroud-Olma).

«Das wird gleich ein harter Brocken zum Start», weiss Geiser, der die Laufenburger nebst Züri Unterland und Schönenwerds zweite Equipe als Favoriten der Achter-Liga sieht. «Es ist an uns, den vierten Platz hinter diesem Trio zu erobern, oder sogar einem der Drei einen Platz abzuringen», wägt er ab.

Der vierte Platz und die damit verbundene Playoff-Qualifikation ist das erste Etappenziel der Oltner in dieser Saison. Laut Geiser ein sehr realistisches: «Malters und Voléro Zürich sind die klaren Aussenseiter, Winterthur ist der Aufsteiger und auch Klettgau ist noch nicht lange in der NLB. Die Vier sollten wir hinter uns lassen.»

Gelingt dies, dann wäre der grösste Erfolg der Klubgeschichte egalisiert. Letzte Saison ging den Oltnern in den Playoffs dann allerdings die Luft aus. Dies soll heuer anders werden, gehts nach Luis Geiser und seinen Teamkollegen: «Unser Ziel ist ganz klar, zuerst die Playoffs zu erreichen und dann dort auch etwas zu reissen.»